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09. März 2010
Das Mooswälder Wunschkonzert
Beim Planungsworkshop wurden Ideen fürs Quartier gesammelt.
MOOSWALD. Den Autoverkehr im Bereich der Berliner Allee / Ensisheimer Straße in einer Tunnelröhre verschwinden zu lassen ist eine der Anregungen, die am Freitag im Rahmen eines Werkstattgespräches über die künftige Entwicklung des Stadtteils gemacht wurden. Auf Einladung des Stadtplanungsamtes kamen knapp 60 Bewohner aus Mooswald und benachbarten Stadtteilen in die Mensa der Wentzinger-Schulen, um mit konstruktiven Vorschlägen die Vorhaben von Behörden und Gemeinderat in einem möglichst frühen Stadium zu beeinflussen.
"Wenn nur ein Fünftel der gesammelten Vorschläge umgesetzt wird, dann ist das schon ein Erfolg", sagte nach der Veranstaltung Ute Bosch (54), die seit ihrer Kindheit im Freiburger Westen lebt. Auch andere Veranstaltungsteilnehmer wie Barbara Wimmel (47) aus Betzenhausen äußerten die Hoffnung, dass sich künftig möglichst viele der konstruktiven Ideen aus der Bevölkerung in den Planungen der Behörden wiederfinden werden. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten vorgetragenen Anregungen.Stadtteilzentrum Elsässer Straße: Es bestand Einigkeit, dass ein öffentlicher Platz als "unverbindlicher Treffpunkt" bisher fehlt. Ein Dschungel aus Hecken, Einfriedungen und Verbotsschildern verhindert dies bisher. Weitgehend einig war man sich auch, den Bauernmarkt bei der Sparkasse zu belassen. Eine deutliche Trennung der Rad- und Fußgängerwege vom fließenden und ruhenden Autoverkehr könnte möglicherweise zur Reduzierung von Gefahren beitragen. Zur Geschwindigkeitsreduzierung wurde vorgeschlagen, mit "baulichen Veränderungen" die Fußgängerüberwege leicht anzuheben. Ein Sprecher der Arbeitsgruppe betonte, dass für "mehr Stadtteilflair" die Anwohner mit den Geschäftsleuten an einem Strang ziehen sollten.
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Sportstätten zwischen Seepark und Berliner Allee: Da in den kommenden Jahren weitere 2000 Menschen in den Stadtteil ziehen werden, plädierten die Workshopteilnehmer für den Bau einer zweiten Sporthalle sowie für zusätzliche Sport- und Freizeitangebote, vor allem für Kinder und Jugendliche. Gefordert wurde, das Außenbecken und die Freifläche beim Westbad wieder zu öffnen. Aufgrund massiver Lärmbelästigung setzen sich Betroffene für einen wirksamen Schallschutz an der Eishalle ein. Als Mittel gegen Dauerparker wurde für die Stellplätze an der Wentzingerhalle eine Bewirtschaftung des Parkraumes angeregt.
Kreuzung Berliner Allee /Ensisheimer Straße: Durch einen Rückbau der Berliner Allee auf zwei Spuren im Zuge des Baus der Stadtbahnlinie zur Messe versprechen sich die Betroffenen eine Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf die Mooswaldallee. Die Hoffnung auf mehr Lebensqualität durch weniger Lärm und Abgase sind Grund für den Vorschlag, den Autoverkehr im Bereich der viel befahrenen Kreuzung in eine unterirdische Tunnelröhre zu verbannen. Konsens war, den Bereich rund um den Bolzplatz zwischen Eishalle und Kreuzung zum Zwecke generationsübergreifender Freizeitgestaltung von einer Überbauung auszusparen.
Uniklinikparkplatz an der Elsässer Straße: Für die bisher dem Land gehörende Fläche wurde die Errichtung einer Kindertagesstätte sowie sozialer Mietwohnungsbau ins Spiel gebracht. Ein Vorschlag, den Stadtdirektor Norbert Schröder-Klings als "positive Weiterentwicklung des benachbarten Breisacher Hofes" würdigte.
Jugendtreff "Flash": Bereits im Vorfeld des Workshops hatten mehr als 20 Kinder und Jugendliche vom Jugendtreff "Flash" ihre besonderen Wünsche und Anregungen zur weiteren Entwicklung des Viertels bei einem speziellen Stadtteilspaziergang formuliert. Dabei wurde unter anderem hervorgehoben, dass der Bolzplatz am Eisstadion als beliebter Treffpunkt unverzichtbar geworden sei und man hier vielleicht einen Bauwagen als selbstverwalteten Treffpunkt aufstellen könne. Im Bereich des zur Bebauung anstehenden Hüttinger-Geländes machen sich die Jugendlichen für das Freilassen von etwa 200 Quadratmetern für künftige Jugendprojekte stark. "Damit auch in den kommenden Jahren noch die Möglichkeit besteht, Projekte für Jugendliche im Stadtteil Mooswald zu entwickeln", wird in einer Flash-Pressemitteilung als Begründung angeben.
Autor: Andreas Peikert
