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11. Januar 2012

Der "Rote Otto" wird renoviert

Gute Nachrichten für den Stadtteil beim Neujahrsempfang in Landwasser.

LANDWASSER. Die Stadt Freiburg wird im September an der Albert-Schweitzer-Grundschule einen zweiten Sozialarbeiter einstellen, die Figurengruppe des Künstlers Eberhard Rau an der Auwaldstraße – die Bürger sprechen vom "Roten Otto" – restaurieren lassen und ebenso die Holzskulptur des "Mooswaldwiiblis" von Günther Uhl. Weiter sollen in diesem Jahr auch für Landwasser Stadtteilleitlinien erstellt werden. Das sind gute Nahrichten, und so war es nicht verwunderlich, dass Bürgervereinsvorsitzender Wolfgang Klinger beim Neujahrsempfang am Sonntagabend im Gemeindezentrum der evangelischen Zachäuskirche, strahlte. "Bringen Sie Ideen und Vorschläge für die Leitlinien ein", appellierte er an die Bürgerinnen und Bürger: "Es besteht die Chance, dass sie sich in Bebauungsplänen oder konkreten Vorhaben niederschlagen." Im Frühjahr soll die Auftaktveranstaltung stattfinden.

Rund einhundert Frauen und Männer waren zum Empfang des Bürgervereins gekommen, musikalisch umrahmt wurde er vom Kammerorchester Landwasser unter Leitung von Johannes Haslacher. Glück wünschten auch die Hausherrin, Pfarrerin Anja Rahmelow, Horst Bergamelli, Vorsitzender des Bürgervereins aus dem benachbarten Mooswald und Bernhard Schätzle, Ortsvorsteher von Lehen. Die Engagierten aus den drei Stadtteilen arbeiten bei vielen Themen zusammen, wenn es darum geht, gegenüber Stadtverwaltung und Gemeinderat gemeinsame Interessen zu artikulieren und Projekte zu gestalten. Das auch künftig zu tun und vor allem weiter Vorschläge einzubringen, um die Wohn- und Lebensqualität der Bürger zu verbessern und Mängel zu beheben, regte Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach in seiner Ansprache an. Weiter erläuterte er die günstige finanzielle Situation der Stadt, die es möglich mache, weiter Schulden abzubauen und in die Infrastruktur zu investieren. Auch zeigte er die Bedeutung der kommunalen Wohnungspolitik auf, um Mietsteigerungen zu verringern.

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Wolfgang Klinger richtete noch einige Wünsche an die Ordnungsbehörden: Es sollte in Landwasser mehr Kontrollen geben, um die Nutzer des Grillplatzes am Mooswald davon abzuhalten, mit Autos und Motorrädern direkt zur Anlage zu fahren. Der "Platz der Begegnung" solle von parkenden Autos freigehalten und Vandalismus beim Einkaufszentrum eingedämmt werden. Ergänzt werden sollten die Kontrollen jedoch von mobiler Sozialarbeit. Zufrieden ist Klinger mit der Einrichtung von neuen Gruppen zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren im Stadtteil. "Das ist ein wesentlicher Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit", sagte er.

Beim Neujahrsempfang gab es auch Ehrungen: Seit 25 Jahren beim Bürgerverein sind Eva Liegl, Helmut Reuter und Gerda Wodraschek, seit 40 Jahren Helmut Birkenmeyer, Hans-Peter Schuler, Paul Gerhard Dees und Helmut Hiss und seit 45 Jahren, also seit der Gründung, Walter Haas und Peter Lukas.

Autor: Silvia Faller