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14. Januar 2012
Die Lebensqualität von Betzenhausen erhalten
Baubürgermeister Martin Haag war Hauptredner beim Neujahrsempfang des Bürgervereins im Bürgerhaus Seepark.
BETZENHAUSEN. Mehr als 200 Gäste und gleich zwei Freiburger Bürgermeister – den Hauptredner Baubürgermeister Martin Haag und den "privat" anwesenden Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach – konnte Nicolai Bischler, der Vorsitzende des Bürgervereins Betzenhausen-Bischofslinde, zum Neujahrsempfang im Bürgerhaus Seepark begrüßen. Außerdem waren zehn Stadträte sowie zahlreiche Vertreter von Institutionen und Gremien auch aus anderen Stadtteilen der Einladung gefolgt.
Gleich die erste Botschaft von Baubürgermeister Haag war eine positive: "Freiburg geht es gut", sagte er und verwies auf die erfreulichen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, bei der Einwohnerzahl, bei Finanzen und Bildung. Auch für Betzenhausen sah er Fortschritte: Mit dem neuen städtischen Mitarbeiter Yves Strittmatter sei die Stelle für die Projektentwicklung zum "Zentrenaktivierungskonzept" (ZAK) nun besetzt. Damit soll die Aufwertung des Stadtteils vorangetrieben werden, um so die Konkurrenzfähigkeit gegenüber dem im Bau befindlichen Geschäftskomplex "West-Arkaden" zu stärken. ZAK werde unabhängig vom mehrfach beantragten und bislang nicht bewilligten Landeszuschuss gestartet. Die planerischen Vorarbeiten für den Platz am Bischofskreuz liefen bereits. Weiter entwickelt werde der Bebauungsplanentwurf für das Gebiet Tränkematten. Hier müsse vor allem die Frage der Baustellenzufahrt geklärt werden. Haag erwähnte die abgeschlossene Sanierung der Anne-Frank-Sporthalle und den Plan für eine Skateanlage im Seepark. Sein Fazit: "Betzenhausen ist ein wichtiger Teil dieser schönen Stadt, dessen Lebensqualität erhalten werden muss."
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Bürgervereinsvorsitzender Nicolai Bischler erinnerte in seinem Jahresrückblick an die illegale Tränkematten-Abholzung und forderte erneut, die Pläne für eine Bebauung dort abzuspecken. Der Bürgerverein unterstütze die Pläne des Vereins "Bauernhoftiere für Stadtkinder", einen "naturnahen Park Obergrün" zu entwickeln. 2012 müsse das Zentrenaktivierungskonzept verstärkt vorangetrieben werden. Für den Seepark mit der geplanten Flutlichtanlage sei ein Gesamtnutzungskonzept zu entwickeln.
In seinem Ausblick auf 2012 nannte Bischler die Idee von Bürgerverein, Pfarrei St. Albert und Caritasverband, im Pfarrhaus St. Albert ein Stadtteilbüro einzurichten mit dem Ziel, soziale Angebote und Einrichtungen besser zu vernetzen. Mit der Gemeinde Teningen sei eine "Stadt-Land-Partnerschaft" geplant, wie sie andere Stadtteile mit Umlandgemeinden schon länger unterhalten.
Bischler dankte für die Unterstützung bei der Errichtung einer Futterstelle für die Storchenfamilie auf der Thomaskirche.
Ortsvorsteher Bernhard Schätzle (Lehen) erinnerte an das 2013 anstehende Jubiläum des gescheiterten Bundschuh-Bauernaufstands (1513), das Betzenhausen und Lehen betreffe. Weitere Grußworte kamen vom Mooswälder Bürgervereinsvorsitzenden Horst Bergamelli, der SPD-Landtagsabgeordneten Gabi Roland und Nico Schulze, Sprecher der 1100 Studierenden der Studentensiedlung, in der derzeit kräftig gebaut wird.
Großer Applaus und Gutscheine für einen Eissalonbesuch belohnten die Vorführungen von neun Kindern der Zirkus-AG an den Wentzinger-Schulen (Gymnasium und Realschule), die vom Einradfahren bis zur beeindruckenden Schlusspyramide dem staunenden Publikum viele Kunststücke vorführten.
Autor: Harald Albiker
