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28. Juni 2014

Ein Fest, viele Neuigkeiten

Der Platz am Bischofskreuz hat jetzt einen Namen, und bei den Läden gibt es Umzüge reihum.

  1. Der inzwischen deutlich vergrößerte „Platz am Bischofskreuz“ (die neuen Bereiche sind erkennbar am helleren Pflaster) diente gestern als Festplatz. Foto: Rita Eggstein

  2. Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach (rechts) enthüllte das neue Schild. Foto: Rita Eggstein

BETZENHAUSEN. Eingeweiht wurde der neue Platz schon im vergangenen Jahr, aber gestern nutzten ihn die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Betzenhausen zum ersten Mal so richtig. Am Bischofskreuz fand ein Sommerfest statt – und viele Vereine und Institutionen waren dabei. Außerdem bekam der Platz nun auch einen Namen und ein offizielles Straßenschild. Aber das war es noch nicht an Veränderungen: Auch bei den umliegenden Geschäften tut sich einiges. Umzüge und Renovierungen sind geplant.

Am Bischofskreuz steht schon seit längerer Zeit ein Ladenlokal leer. Hier war früher eine Filiale der Drogeriemarktkette Schlecker ansässig, bevor das Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Durch die leerstehenden Räume wird es nun ein Bäumchen-wechsle-dich der umliegenden Geschäfte geben. Wie Ronald Danner, Inhaber des Edeka-Markts am Bischofskreuz, und Nicolai Bischler vom Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde am Rande des Sommerfests der BZ berichteten, will die Volksbank im vorderen Teil der ehemaligen Schlecker-Räumlichkeiten eine Automatenfiliale (ohne Personal) einrichten. Bislang gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bischofskreuz in der Lichtenbergstraße eine komplette Volksbank-Filiale. Diese wolle die Bank aufgeben und stattdessen einen Standort im geplanten Turmneubau an den "West-Arkaden" an der Berliner Allee eröffnen, so Bischler und Danner. In dem Neubaukomplex gibt es im Moment nur eine Automatenfiliale der Volksbank.

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In den hinteren Teil der ehemaligen Schlecker-Räumlichkeiten am Bischofskreuz wird das Bekleidungsgeschäft "Celine Moden" umziehen, das derzeit noch nebenan ansässig ist. Das bestätigte Inhaber Jamshed Saeed der BZ. In seinen Laden wiederum soll nach Aussagen von Danner die Bäckereikette K & U einziehen, die bislang im Eingangsbereich von Danners Edeka-Markt ihre Produkte verkauft. Die dort freiwerdende Fläche werde er für den Edeka-Markt nutzen, sagte Danner. In diesem Zug wolle er den Laden auch komplett renovieren. Der Geschäftsinhaber hofft, dass dies bis Ende des Jahres über die Bühne geht, "Celine Moden" will bereits am 10. Juli in die neuen Räume wechseln.

Dass das Bischofskreuz-Areal im vergangenen Jahr umgestaltet wurde, ist Teil eines "Zentrenaktivierungskonzepts" (ZAK), mit dem auch die Sundgauallee und der Betzenhauser Torplatz auf Vordermann gebracht werden sollen (die BZ berichtete mehrfach). In diesem Zusammenhang hatte bei einem Workshop am Mittwochabend zum Betzenhauser Torplatz (siehe BZ von Donnerstag) ein Teilnehmer gesagt, die neue Gestaltung am Bischofskreuz sei "ein Negativbeispiel" für eine Platzgestaltung. Davon war gestern beim Sommerfest nichts zu hören. Die Geschäftsinhaber rund um den Platz bewerteten gegenüber der BZ die neue Gestaltung unisono als sehr positiv.

Der Platz sei "sehr, sehr gut gelungen" und eine "ungemeine Bereicherung" für den Stadtteil, sagte auch Bürgervereinsvorsitzender Nicolai Bischler – bevor er gemeinsam mit Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach und mit Claudia Blum von der Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden an Sundgauallee und Bischofskreuz (Subi) das neue Straßenschild enthüllte. Im vergangenen Jahr hatte der Bürgerverein die Bewohner des Stadtteils dazu aufgerufen, Vorschläge für einen Namen zu machen. Herausgekommen ist, ganz schlicht, "Platz am Bischofskreuz". Diesen bevölkerten gestern die Bürger: Dort, wo früher die Straße langlief, saßen sie auf Bierbänken, aßen Kuchen und Grillwürste – und genossen das schöne Wetter.

Autor: Jelka Louisa Beule