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17. Januar 2012

Ein Gerätehaus muss her

Beim Lehener Neujahrsempfang war die unbefriedigende Unterbringung der Wehr erneut Thema.

LEHEN. Der Besucherstrom zum Neujahrsempfang im Lehener Cyriaksaal schien kein Ende zu nehmen. Mehr als 100 Gäste lauschten dann zunächst den hellen Stimmen der Schwartzkehlchen, des Kinderchors der Johannes-Schwartz-Schule, und dann den Reden und Grußworten. Ein neues Feuerwehrgerätehaus hat für Ortsvorsteher Bernhard Schätzle hohe Priorität.

Die wichtigsten Ziele für Lehen im Jahr 2012 seien, mit der Verwirklichung des Baugebietes "Zinklern" weiter voranzukommen und endlich den Durchbruch zu schaffen für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses, sagte Bernhard Schätzle in seinem Ausblick. Bislang ist die Feuerwehr unter nicht mehr zeitgemäßen Bedingungen im Rathaus an der Breisgauer Straße untergebracht. Zu Bekräftigung des Anliegens rief Schätzle den Abteilungskommandanten Walter Kamenzien und einige seiner Aktiven ans Rednerpult. Seit 2006, so Kamenzien, sei der Wunsch nach einem neuen Gerätehaus immer dringender geworden. Er habe sich inzwischen mit Fachleuten und einer Baufirma aus Lehen um die Planung gekümmert. Sie sei fertig und den beiden zuständigen Bürgermeistern Otto Neideck (Finanzen) und Martin Haag (Bau) bekannt. Umso mehr ärgere er sich, dass nun eine Planungsrate von 50 000 Euro vorgesehen sei. Dieses Geld solle man besser direkt in den Neubau investieren, da die Planung fertig sei und auf jeden der möglichen Bauplätze passen würde.

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In Sachen Baugebiet Zinklern, so Ortsvorsteher Schätzle, habe man mit dem Aufstellungsbeschluss im November einen wichtigen Schritt getan. Eine sehr aktive "Dialoggruppe" mit allen Beteiligten begleite die Anstrengungen des Ortschaftsrates. Kein Verständnis habe er für den Plan der Stadtverwaltung, am Rand des Gebietes einen Caravanplatz einzurichten. Ebenso wandte er sich gegen die Idee, auf dem zu Lehen gehörenden Gewann Hirschmatten möglicherweise ein neues SC-Stadion zu bauen.

"Bundschuh"-Jubiläum wirft seine Schatten voraus

Der Ortsvorsteher erinnerte im Rückblick auf 2011 unter anderem an eine Umfrage bei älteren Lehenern zu deren Wünschen für die Zukunft, die einen sehr guten Rücklauf erreicht habe, an den neu angeschafften Traktor für Gemeindearbeiten, an das nun geschaffene Baumfeld auf dem Friedhof und an einen Wechsel im Ortschaftsrat, bei dem Thomas Braun den in einen anderen Stadtteil umgezogenen Wolfgang Albers ablöste. In Sachen Ausbau der Rheintalbahn habe die Bürgerinitiative Igel "ein gewisses Umdenken" bei der Bahn bewirkt. Auch die Vorbereitungen für die Feier des "Bundschuh"-Jubiläums im Jahr 2013 seien angelaufen. Vor 500 Jahren hat es Aufstände in Lehen und Betzenhausen durch beherzte Bauern gegeben, wofür viele bitter büßen mussten.

Die neue Grundschulrektorin Christine Fischer sprach in ihrem Grußwort von der Freude, nach sechs Jahren als Lehrerin in Lehen nun als Schulleiterin an dieser "paradiesischen Schule" wirken zu können. Für die Vorbereitung der 50-Jahr-Feier der Schule, die am 7. Juli begangen wird, wünscht sie sich Unterstützung von Ehemaligen in Form alter Bilder und der Schilderung von Schulerlebnissen und -anekdoten.

In den Grußworten der Bürgervereinsvorsitzenden Nicolai Bischler (Betzenhausen), Horst Bergamelli (Mooswald) und Wolfgang Klinger (Landwasser) kam vor allem die gute Zusammenarbeit mit Lehen zum Ausdruck. Gerade bei wichtigen Themen wie Westbad oder Seeparknutzung müsse man geschlossen zusammenstehen. Pfarrer Ewald Förschler von der evangelischen Matthäusgemeinde sprach für beide Konfessionen. Unter anderem dankte er für das Entgegenkommen Lehens, im katholischen Cyriaksaal und in der Lehener Kirche evangelische Gottesdienste feiern zu dürfen. Auch die Ökumene sei in diesem kleinen Rahmen auf einem guten Wege.


Autor: Harald Albiker