Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
24. Februar 2010
Hochdorf auf dem Weg zur "Festkultur ohne Alkohol"
Die Ortschaft beteiligt sich bis zum Jahresende am Modellprojekt "Prärie" / "Runder Tisch Alkoholprävention" wird gebildet.
HOCHDORF. Die nächtliche Randale betrunkener Jugendlicher führte in der Vergangenheit immer mal wieder zu Diskussionen im Hochdorfer Ortschaftsrat. Um künftig gezielt über die Risiken von Alkoholmissbrauch zu informieren, hat sich der Stadtteil deshalb für die Teilnahme an einem staatlich geförderten Modellprojekt entschieden. Am Montagabend erläuterte Karin-Anne Böttcher von der "Koordinierungsstelle Kommunale Alkoholpolitik" in der Ratssitzung das Projekt mit der Bezeichnung "Prärie" (für Prävention, Relaxation, Intervention, Evaluation), das bis Jahresende in Hochdorf praktiziert werden soll. "Wir sind dort präsent, wo es etwas zu tun gibt", so Böttcher. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Bewusstseinsänderung möchte sie nicht nur mit den Jugendlichen in Hochdorf ins Gespräch kommen, sondern auch bei Eltern, Vereinen und Wirten für eine "Festkultur ohne Alkohol" werben. Um dem Ziel näher zu kommen, beschloss der Ortschaftsrat, einen "Runden Tisch Alkoholprävention" ins Leben zu rufen, bei dem auch Kontaktpersonen der Vereine und des Jugendhauses Hochdorf vertreten sein sollen. Rudolf Schey (SPD) kündigte an, sich für den Hochdorfer Waldhock am ersten Juliwochenende für eine Cocktailbar mit alkoholfreien Drinks einzusetzen.
Werbung
Weil Juristen eine Lücke im städtischen Paragrafendschungel aufgetan haben, sprach sich das Gremium zudem für den Fortbestand des örtlichen Bauausschusses als beschließendes Organ aus. Damit die Handlungsfähigkeit des Ausschusses nicht rechtlich angegriffen werden kann, muss nach Auskunft von Ortsvorsteher Christoph Lang-Jakob (Grüne Liste) die städtische Hauptsatzung ergänzt werden.
Einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro zur Anschaffung von Trikots genehmigte der Ortschaftsrat für die Fußball-AG der Mühlmattengrundschule.
Auf Anregung von Rainer Hank (CDU) wird sich die Ortsverwaltung darum kümmern, ob eine Urnennischenwand auf dem Friedhof als alternative Bestattungsmöglichkeit möglich ist.
Robert Mathis (Freie Wähler) und Albert Schoenfeld (SPD) wiesen darauf hin, dass auf Hochdorfer Gemarkung vermehrt vorsätzliche Beschädigungen festgestellt wurden. Genannt wurde das Absägen und Abknicken junger Bäume im Bereich des Festplatzes und das mutwillige Ramponieren von Begrenzungspfählen entlang der Straße zwischen dem Gewerbegebiet und der Autobahnbrücke. Ortsvorsteher Lang-Jakob berichtete, dass die Vorfälle der Polizei gemeldet wurden.
Von der Vereinsführung des Sportvereins (SV) Hochdorf "über den Tisch gezogen und enttäuscht" fühlt sich Rainer Hank, CDU-Rat und Vorsitzender des Tennisclubs. Der Sportverein habe ohne Rücksprache mit den Verantwortlichen des Tennisclubs seit Mai 2009 Verhandlungen mit der Stadt über eine Erweiterung des Sportgeländes geführt, die eine Fläche des Tennisclubs tangiere.
Autor: Andreas Peikert
