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23. Februar 2010

Mit "Zinklern II" geht es Räten zu langsam voran

Weitere Themen im Ortschaftsrat Lehen waren die Rheintalbahn, das Regenrückhaltebecken und die Bauten am Lehener Bergle.

LEHEN. Zu langsam geht es den Lehener Ortschaftsräten mit dem geplanten Baugebiet "Zinklern II" voran, über das schon seit Jahrzehnten diskutiert wird. In der jüngsten Sitzung des Rates hatte Ortsvorsteher Bernhard Schätzle zunächst darüber informiert, dass er beim Leiter des Referats für Stadtentwicklung und Bauen, Norbert Schröder-Klings, einen schnelleren Fortgang der Vorarbeiten für das Baugebiet angemahnt habe. So fehle immer noch ein Verkehrsgutachten, dem dann ein weiteres Lärmgutachten folgen soll. Eine Versammlung der Grundstückseigentümer sei erst wieder auf den Herbst terminiert. Eventuell solle auch noch ein städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben werden.

Der gegenwärtige Umgang mit dem Thema habe nichts mehr mit den Versprechungen oder gar einer Einstufung in die Prioritätsstufe 1 zu tun, so die Ortschaftsrätin und langjährige frühere Ortsvorsteherin Sigrun Löwisch, es gleiche eher einer Verschleppung. Schätzle wurde einhellig ermutigt, weiter auf Tempo zu drängen.

Zudem wurde Schätzle beauftragt, sich bei der Landesregierung dafür einzusetzen, den Belangen der Region in Sachen Rheintalbahn Gehör zu verschaffen. Diese möge sich dann in Berlin im Sinne der betroffenen Bevölkerung stark machen. Die Gleichgültigkeit der Bahn gegenüber dem Projektbeirat sei nicht hinzunehmen.

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Ausführlich vorgestellt wurde die Genehmigungsplanung zum Regenrückhaltebecken Neumatte. Schätzle listete die Veränderungen und Folgen anhand vonSchautafeln auf. In Folge der Kanalsanierungsarbeiten in Landwasser habe es eine Erhöhung des Grundwasserspiegels gegeben. Jetzt sei eine für alle befriedigende Lösung durch eine Veränderung der Wasserführung gefunden worden, welche keine negativen Folgen für das geplante 3. und 4. Gleis der Rheintalbahn hätten. Das Gremium stimmte der Planung einstimmig zu. Ebenso wurde eine Bauvoranfrage für den Abbruch und den Neubau eines Einfamilienhauses an der Breisgauer Straße befürwortet.

Die Vorarbeiten des Ortschaftsrates zu Leitlinien für Kleinbauten im Landschaftsschutzgebiet Mooswald mit dem Lehener Bergle hatten bei den städtischen Ämtern Beachtung gefunden. Durch Luftbilder habe man 85 Einzelbauten sehr unterschiedlicher Art und Größe festgestellt. Einige seien weit größer als erlaubt. Das Baurechtsamt und das Umweltschutzamt haben diese Leitlinien inzwischen überarbeitet, im April sollen sie dem Ortschaftsrat zur weiteren Beratung zugestellt werden. Ortschaftsrat Wolfgang Kraft meinte, man solle auch auf die für diese Kleinbauten verwendeten Materialien Einfluss nehmen. Wolfgang Albers plädierte für eine Kennzeichnung des Landschaftsschutzgebietes durch Schilder, denn bislang nehme ein Spaziergänger nicht wahr, dass auf dem Lehener Bergle ein solches bestehe.

Schätzle informierte weiterhin über eine Begehung der Breisgauer Straße mit den Vertretern der zuständigen Ämter. Insbesondere habe man das Straßenstück bei der Sparkasse, die Parksituation und die Verkehrsbeziehung für das spätere Bebauungsgebiet Zinklern II besichtigt. Am Donnerstag, 25. Februar, ab 11 Uhr gebe es eine Verkehrsschau beim neuralgischen Punkt Sparkasse, zu der die Ortschaftsräte eingeladen seien. Zur Pflege der Grünflächen habe das Garten- und Tiefbauamt mitgeteilt, dass keine Vergabe stattfinde, sondern das Amt die Pflege ab März selbst übernehme.

Autor: Harald Albiker