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19. Februar 2010
Moosweiher wird Partyzone
Vorbereitungen für gleich drei Veranstaltungen Ende Juni / Ärger mit Gebühren.
LANDWASSER. Am letzten Juniwochenende wird das Freizeitgelände am Moosweiher zur Sport- und Partyzone. Vom 25. bis 27. Juni werden gleich drei Veranstaltungen am beliebten Badesee im Freiburger Westen über die Bühne gehen. Im eigens dafür errichteten Zelt findet sowohl das Stadtteilfest – das künftig "Seehock" heißt – als auch die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Sportgemeinschaft Landwasser (SGL) statt. Außerdem gibt’s am Sonntag den traditionellen Triathlonwettbewerb.
Damit eine solche Mammutveranstaltung möglichst reibungslos über die Bühne gehen kann, ist ein längerer organisatorischer Vorlauf notwendig. "Die umfangreichen Planungen laufen seit November", sagt Johann Rosar von der SGL. Da die bisherige SGL-Vorsitzende Petra Nowak-Dagdeviren im Juli vergangenen Jahres ihr Amt nach nur sechs Monaten niedergelegt hat, ist Rosar als ihr Stellvertreter zum Hauptverantwortlichen des Vereins mit derzeit 516 Mitgliedern geworden. Zumindest bis zur Neuwahl, die gemäß Satzung erst Anfang 2011 vorgesehen ist. Über die Gründe, die zum vorzeitigen Amtsverzicht von Nowak-Dagdeviren geführt haben, wollte sich Rosar gegenüber der BZ nicht äußern.Werbung
In die Vorbereitungen für das sommerliche Festwochenende sind neben der Sportgemeinschaft auch der Bürgerverein, die Narrenzunft Mooswaldwiibli, der Musikverein und der Betreiber der Gaststätte "Persio am See" eingebunden.
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Sportgemeinschaft sind Aufführungen vorgesehen, die das breite sportliche Spektrum des Vereins widerspiegeln werden. Vorgesehen sind unter anderem ein Auftritt der Kinderturnabteilung, Karatevorführungen und Übungen an den Geräten. Musikalisch unterhalten werden die Festbesucher durch den Musikverein Landwasser, eine Disco und einen Alleinunterhalter.
"Kurios, komisch und viel zu hoch", bezeichnet Rosar die Gebühren, die für die dreitägige Veranstaltung zu berappen sind. "85 Euro verlangt das Forstamt dafür, dass die Triathleten durch den Mooswald laufen, 50 Euro sind zu zahlen, weil die Rasenfläche benutzt wird, 200 Euro werden fällig, damit man im See schwimmen darf. Von Privatleuten, die dasselbe tun, wird nichts verlangt", ärgert sich der Vereinsfunktionär. Unklar sei, ob die Vereinsgemeinschaft um die Zahlung herum kommen wird. Ein Antrag auf Erlass der Gebühren sei, so Rosar, bei der Stadt Freiburg gestellt worden.
Personelle Probleme gaben letztlich für den Bürgerverein Landwasser den Ausschlag, sich vom "Platz der Begegnung" beim Einkaufszentrum als Veranstaltungsort zu verabschieden und sich stattdessen beim SGL-Jubiläum einzuklinken. "Immer weniger Vereinsmitglieder sind bereit, einen Teil ihrer Freizeit für den Verein zu opfern. Deshalb haben wir uns dafür entschieden, gemeinsam mit den anderen Vereinen fürs letzte Juniwochenende einzuladen", so Wolfgang Klinger. Um die Besucher schon im Vorfeld mit Hilfe von Plakaten auf das neue Festgelände hinzuweisen, wurde die bisherige Bezeichnung Stadtteilfest in "Seehock" umgeändert. Sollte sich die Zusammenlegung mit dem Triathlon als erfolgreich herausstellen, kann sich Klinger künftig eine dauerhafte Kooperation vorstellen. Auch in diesem Jahr rechnet die SGL als Organisator des Triathlons mit mehr als 500 Teilnehmern aus der ganzen Region.
Autor: Andreas Peikert
