Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

06. Februar 2010 16:01 Uhr

CDU

Schätzle tritt wieder für den Landtag an

Bernhard Schätzle, Ortsvorsteher in Freiburg-Lehen und seit 2006 für die CDU im Stuttgarter Landtag, tritt bei der Wahl im März 2011 wieder an. Bei seiner Nominierung war auch Staatssekretär Gundolf Fleischer anwesend, der wegen der "Kies-Affäre" in der Kritik steht.

  1. Landtagskandidat Bernhard Schätzle (rechts) und der Zweitkandidat Fabian Sauter-Servais Foto: Barbara Schmidt

Die CDU-Mitgliederversammlung für den Wahlkreis Freiburg II (bisher Freiburg West) nominierte den 56-Jährigen Ortsvorsteher von Freiburg-Lehen mit großer Mehrheit. Zu dem Wahlkreis gehören neuerdings auch die Gemeinden Gottenheim, March, Schallstadt und Umkirch.

Passend dazu hatten die Kreisvorstände die Versammlung nach March verlegt, in die Caritas-Werkstatt Neuershausen.

Ehrengast war der baden-württembergische Finanzminister Willi Stächele. Bisher umfasste der Wahlkreis 47 den Westteil der Stadt Freiburg, ungefähr ab der Bahnlinie, einschließlich der westlichen Ortschaften. Durch den Neuzuschnitt bekomme Schätzle vier Rohdiamanten dazu, die er hoffentlich sorgfältig schleifen werde, sagte der Vorsitzende der CDU Breisgau-Hochschwarzwald, Patrick Rapp.

Sein Freiburger Kollege Klaus Schüle, der als Landtagsabgeordneter den Wahlkreis Freiburg Ost vertritt, hielt eine kämpferische Rede. Doch Wahlkampfstimmung wollte gut ein Jahr vor dem Urnengang noch nicht recht aufkommen. Schätzle berichtete von seinen ersten vier Jahren im Landtag, wo er im Petitions- und im Umweltausschuss mitarbeitet. Offene Baustellen im Wahlkreis seien der Ausbau der Rheintalbahn, der Freiburger Stadttunnel, der Weiterbau der B 31 West, aber auch eine gerechte Verteilung der Verkehrsströme in Schallstadt, sagte Schätzle. Der Kellermeister wurde mit lang anhaltendem Beifall und 67 Stimmen belohnt. Ein Mitglied stimmte gegen ihn, drei enthielten sich.

Werbung


Als Zweitkandidaten nominierte die Versammlung bei zwei Gegenstimmen Fabian Sauter-Servaes. Der erst 33-jährige Gymnasiallehrer aus Freiburg-Mooswald bekam für seinen Auftritt sogar Bravo-Rufe. Mit Spannung hatten manche Mitglieder die Rede von Finanzminister Stächele erwartet. Der Marcher CDU-Vorsitzende Matern Marschall von Bieberstein etwa erhoffte sich Aufklärung in der Kies-Affäre, in die Finanzstaatssekretär Gundolf Fleischer verstrickt sein soll. Wobei von "Affäre" in dieser Runde niemand sprach.

Fleischer vertritt seit 1976 als Landtagsabgeordneter den Wahlkreis Breisgau, zu dem bisher March, Umkirch und Gottenheim gehörten. Marchs Bürgermeister Josef Hügele dankte Fleischer, der an der Versammlung teilnahm, ausdrücklich für seinen "unermüdlichen Einsatz" für den Wahlkreis.

Stächele und Schüle lobten Fleischers Engagement in Sachen Rheintalbahn. Die Kies-Thematik könne er nur "stark verkürzt" darstellen, "mein Freund Gundolf kennt sich da besser aus", sagte Stächele in seiner mit "Verantwortungsvolle Finanzpolitik in Baden-Württemberg" überschriebenen Rede. Dem Vorwurf, sein Ministerium habe das Vorhaben blockiert, hielt er entgegen, dass das Umweltministerium seine Kabinettsvorlage auch ohne Unterschrift des Finanzministeriums jederzeit dem Kabinett hätte vorlegen können.

Autor: Barbara Schmidt