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13. Februar 2010
Tiefgründiges und Hintersinniges
Die Lehener Frauenfasnet sorgte mit einem abwechslungsreichen Programm für närrische Laune am "Schmutzige Dunnschdig".
LEHEN. Ob Seelsorgeeinheit oder Planungen der Bahn zum 3. und 4. Gleis: "Hey Lehe, du bisch mega in". Die närrische Lokalhymne zum Abschluss der Lehener Frauenfasnet brachte es auf den Punkt: Spitzen in Wort und Tat machten den Abend zu einem mit Höhepunkten gespickten.
Der Cyriaksaal hatte am "Schmutzige Dunnschdig" kein noch so schmales Plätzchen mehr anzubieten, als die beiden führenden Närrinnen Monika Sacherer und Monika Schweier in leuchtendem Gelb bei kräftiger Stimmungsmusik unter lautem Hallo einmarschierten. Wie in jedem Jahr war im Laufe des gut vierstündigen Programms die Kostümvielfalt der beiden Moderatorinnen unerschöpflich. Christoph Kirner und André Schweier boten den ganzen Abend über als Musiker ein vielfältiges Repertoire mitreißender Melodien und beliebter Schunkellieder.In einer recht originellen und launigen Art zeigten einige Mädchen des närrischen Nachwuchses unter viel Beifall eine Kurzfassung des Märchens vom Aschenbrödel. Karin Seebacher zeichnete ein Zukunftsbild zu den Seelsorgeeinheiten im Jahr 2020. Da wird es dann nur noch in jeder zehnten Woche eine Messe geben, wenn ein einziger Pfarrer zehn Pfarreien zu versorgen hat.
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Sabine Bonengel zündete als vielgereister Vagabund eine Reihe treffsicherer Pointen, als sie sich Lehener Geschichten widmete, aber auch frech die "große Politik" ins Visier nahm. Wie fern Mann und Frau sich sein können, zeigten Anja Scherer und Sabine Dilger als Ehepaar, das seine Silberne Hochzeit gestalten möchte. Eine mimisch-turnerische Höchstleistung zauberten die Synchronschwimmerinnen Sabine Bonengel, Siglinde Schäfer, Claudia Fleckenstein und Marianne Plitt auf die kleine Bühne. Sie durften nicht ohne Zugabe abtreten. Hildegard Higlister glänzte mit ihren Erlebnissen in einer fernsehsüchtigen Familie.
Traditionell leiteten "Zwei Doofe", Monika Sacherer und Uli Albers, die Pause ein, nicht ohne zuvor einige Lehener herausgepickt zu haben.
Die "Klostertaler Frauenband" mit Ulrike Stockmayr, Sonja Hartmann, Angi Wissler, Sabine Fiedlmayr und Doris Hug zeigte gesangliches Format und konnte ohne eine Zugabe die Bühne nicht verlassen. "Der Jeck und der Doof" (Monika Schweier und Angi Wissler) sind so etwas wie die Kultfiguren der "Lehener Frauefasnet" und in ihrem Einfallsreichtum und naivem Witz unvergleichlich. Brigitte Mc Nelly, gab tiefsinnige und tiefgründige Gedanken zum so einfach scheinenden Thema "Loch" zum Besten, während sich ganz aktuell Uli Albers und Iris Licht als "Jim Knopf mit seiner Lok Emma" des Themas 3. und 4. Gleis annahmen. Den Refrain nutze das Publikum zum Mitsingen. Karin Seebacher als ganz in Weiß gewandetes "Gewissen" machte Brigitte McNelly zum Vergnügen des Publikums mit heiklen Fragen das Leben schwer. Marianne Plitts "Song zur Schweinegrippe" mit Claudia Fleckenstein, Siglinde Schäfer, Anja Scherer und Sabine Dilger als Statisten offenbarte, dass letztlich auch der beste Schutz Ansteckung nicht verhindern kann.
Schließlich brachten "Vier betagte Klageweiber" ihr bedauernswertes Leben auf den Punkt und beendeten ein Programm, das es verdient hätte, ein weiteres Mal für die vielen nicht zum Zuge gekommenen Interessenten vorgetragen zu werden.
Zum Abschluss weit nach Mitternacht erklang dann das "Hey Lehe du bisch mega in..." bevor das Tanzbein geschwungen werden durfte.
Autor: Harald Albiker
