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12. Juni 2017

Grenzüberschreitung

120 Studierende auf trinationaler Eurcor-Radtour

Radeln für die Nachbarländer: 120 Radfahrer treten seit dem 6. Juni in die Pedale und fahren durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Mit ihrer über 600 Kilometer langen Radtour möchten sie auf Eucor aufmerksam machen, den „europäischen Campus“ – auch bei ihrer Station in Freiburg.

  1. Etappenziel Brauerei Ganter: Die 20. Rundfahrt verband die Hochschulstädte Straßburg, Mulhouse, Basel, Freiburg und Karlsruhe. Foto: Thomas Kunz

"Den zwei Tagen schlechten Wetters haben wir mit guter Stimmung getrotzt", sagt Philipp Meyer mit Blick zurück auf die verregneten ersten beiden Etappen der "Tour Eucor". Der 27-Jährige hat die Radtour mitorganisiert, er steht in Radlerhose auf dem Gelände der Ganter-Brauerei, dem Etappenziel am frühen Freitagabend, und ist erfreut, dass die Tour bisher gänzlich sturzfrei verlief. "Das ist ganz wichtig."

Meyer studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe, wo die Tour startete. Ihn motiviert, dass so viele Leute aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz mitmachen und sich unterwegs kennenlernen. Und auch der sportliche Anreiz: Je nach Leistung legen die 120 Teilnehmer zwischen 600 und 900 Kilometer zurück. "Unsere beste Gruppe hat gestern 3000 Höhenmeter gemacht", sagt Meyer.

Die fünftägige Tour führte von Karlsruhe nach Strasbourg, Mulhouse, Basel, Freiburg und von hier am Samstag in einem Rutsch zurück zum Startpunkt. Die Hochschulen der fünf Städte bilden zusammen die erste europäische Universität, den europäischen Campus Eucor. Zum ersten Mal radelten Karlsruher Studenten den Verbund 1998 ab. Die Teilnehmer sind traditionell Studierende, Hochschulabsolventen und Professoren.

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Dieses Jahr feiert die Eucor-Tour ihr 20. Jubiläum. Veränderungen habe es über die Jahre nicht viele gegeben, sagt Benjamin Litz, der bereits zum neunten Mal mitfährt und wie Meyer an der Organisation beteiligt gewesen ist. Die "Rennraddichte" habe allerdings über die Jahre zugenommen.

Ein Rennrad ist keine Voraussetzung, um mitzufahren, das Gepäck der Radfahrer bringt ein Service von Stadt zu Stadt. "Unsere älteste Teilnehmerin ist 61, der jüngste 20", erklärt Litz, der die Hochschule bereits absolviert hat und als Unternehmensberater in München tätig ist. Die Tour ist für ihn ein Erfolg.

Autor: Hanno Müller