Bunt und friedlich

3500 Hästräger und Zehntausende Zuschauer feierten beim Fasnetmendig-Umzug in der Innenstadt

Simone Lutz

Von Simone Lutz

Di, 13. Februar 2018

Freiburg

Rund 3500 Hästräger und mehrere zehntausend Zuschauer feierten beim Fasnetmendig-Umzug in der Innenstadt.

FREIBURG-INNENSTADT. Ein bunter Zug wand sich am Rosenmontag durch die Innenstadt: Mehr als 120 Zünfte, Guggenmusiken und Narrengruppen feierten mit dem traditionellen Fasnetmendig-Umzug den Höhepunkt der Freiburger Fasnet. Zehntausende von Zuschauern, viele von ihnen fantasievoll kostümiert, feierten an der Strecke friedlich und fröhlich mit den etwa 3500 Hästrägern.

Vor dem Stadttheater stopfen Wetterhexen einem jungen Mann Konfetti ins Hemd, am Rathausplatz rockt der Fanfarenzug Blau Weiß Singen mit "Born to be wild" die Menge und auf dem Münsterplatz animieren die Bühler Quetschenteufel auf ihrem Umzugswagen die Zuschauer: "Hände in die Höhe!" Am Fasnetmendig war wie jedes Jahr gute Stimmung zwischen Schwabentor und Bertoldstraße.

Bei optimalem Wetter – kein Regen, kein Schnee, sogar ab und zu Sonne – feierten 3500 Hästräger aus Freiburg, der Ortenau, dem Breisgau, dem Hochschwarzwald, dem Dreiländereck, dem Bodenseeraum und der Schweiz. In diesem Jahr liefen sie wegen der Baustelle am Rotteckring eine andere Strecke als sonst; das hatte zur Folge, dass der Rosenmontagsumzug erstmals am Platz der Alten Synagoge vorbeilief – die Treppen und Rampen vor dem Stadttheater eignen sich übrigens ausgezeichnet als Aussichtspunkte.

Viele der Zuschauer hatten sich kostümiert und geschminkt, in der Menge tauchten Webpelz-Tiger, Plüscheinhörner oder Polyester-Giraffen auf, natürlich auch Klassiker wie Polizisten, Bollenhutmädle oder Prinzessinnen. Ein blaues Monster war aus der Sesamstraße ausgerissen, Elfen, Gauner und Engel mit Heiligenschein bevölkerten die Straßen. Schön bunt waren auch die Hästräger, von den Ebneter Feuersalamandern bis zu den St. Georgener Moordruden.

"Kummt Ein’s au zum Ander’ – Es geht nur mit’nander" ist das Motto der Fasnet 2018, und das passte zu den vielen auswärtigen Zuschauern an der Strecke. "Pretty cool" fand Jeff aus den USA den Umzug, und ein Sprachenstudent aus Indien filmte gleich mit zwei Handys die Ischteiner Guggenmusiker mit ihren wilden gelben Haaren. Polizei und Rotes Kreuz waren präsent, hatten aber nicht viel zu tun – das DRK hatte nur sechs Menschen zu versorgen und einen Transport in eine Klinik. Auch die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf des Nachmittags. Abends ging die Fasnet weiter, in vielen Lokalen der Stadt.

Die schönsten Fotos vom Umzug gibt’s auf mehr.bz/fasnetfreiburg18