Neuer Stadtteil in Freiburg

Aktionsbündnis will Bürgerentscheid zu Dietenbach durchsetzen

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Mi, 05. September 2018 um 18:11 Uhr

Freiburg

In Freiburg wird ein neuer Stadtteil für rund 15.000 Menschen geplant. Dieses Projekt will ein Aktionsbündnis nun mit einem Bürgerentscheid zu Fall bringen. Bald werden Unterschriften gesammelt.

Ein Aktionsbündnis will in Freiburg ein Bürgerbegehren starten. Das erklärte Ziel: Es sollen so viele Unterschriften gesammelt werden, dass ein Bürgerentscheid zum geplanten neuen Stadtteil Dietenbach erwirkt werden kann. Nähere Informationen soll es am Montag in einem Pressegespräch geben, zu dem unter der Überschrift "Starke Argumente gegen eines der bundesweit größten Neubaugebiete" eingeladen wurde. Unterzeichnet hat die Einladung Manfred Kröber, Mitglied der Grünen, zuletzt als OB-Kandidat in Erscheinung getreten.

Der Gemeinderat hatte in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mit großer Mehrheit mit einer Reihe von Entscheidungen grünes Licht für den Stadtteil gegeben. Gegenstimmen kamen lediglich aus der vierköpfigen Fraktion von Freiburg Lebenswert/ Für Freiburg.

Für ein Bürgerbegehren blieben nur drei Monate Zeit

Am Bürgerbegehren müssten sich sieben Prozent der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Das Aktionsbündnis bräuchte demnach rund 12.000 Unterschriften, um sein Vorhaben umzusetzen. Die Initiative hält das selbst für ein ambitioniertes Unterfangen, denn für das Bürgerbegehren bleiben insgesamt nur drei Monate Zeit – gerechnet vom 24. Juli an, dem Tag der Dietenbach-Beschlüsse im Gemeinderat.

Seit 2012 beschäftigen sich Gemeinderat und Stadtverwaltung mit dem neuen Stadtteil – als Reaktion auf steigende Mieten und explodierende Immobilienpreise. Auf 130 Hektar Fläche zwischen Rieselfeld und Zubringer-Mitte sollen 6000 Wohnungen für 15.000 Menschen entstehen.