Albert-Schweitzer-Schule muss acht Wochen schließen

Simone Lutz

Von Simone Lutz

Sa, 13. Januar 2018

Freiburg

200 Schüler sollen in dieser Zeit ausweichen / Seit Freitag steht fest, dass nach dem Brand alle Decken demontiert werden müssen.

FREIBURG. Die Albert-Schweitzer-Schule II in Landwasser muss nach dem Brand vom vergangenen Samstag nun doch geschlossen werden – voraussichtlich für acht Wochen. Die abgehängten Decken müssen im gesamten Schulgebäude, also auch in den Fluren und im Treppenhaus, vollständig demontiert werden. Die drei vom Brand betroffenen Räume wird die Werkrealschule für längere Zeit nicht nutzen können.

Für 200 Schülerinnen und Schüler in zehn Klassen bedeutet das, dass sie vorübergehend in anderen Gebäuden der Albert-Schweitzer-Schulen unterrichtet werden. "Wir haben erstmal für Montag vorgedacht", berichtet Schulleiter Joachim Diensberg nach einem hektischen Freitag. "Am Montagmorgen werden wir uns hinsetzen und weiterplanen." Ab Mitte kommender Woche sollen die Schüler in anderen Schulen unterkommen wie der Wentzinger-Realschule oder der Adolf-Reichwein-Schule in Weingarten. Unter Umständen muss noch ein weiterer Ausweichort gefunden werden. Wenn dieser zu weit weg liegt, wird der Schülertransport organisiert. Es sei vorgesehen, Klassen zusammenzulegen, sagte Diensberg. "Wir haben wahnsinnig viel Solidarität und Hilfe erfahren, vielen Dank dafür", so der Rektor. "Erstmal hatten wir den anderen Schulen abgesagt, aber da wussten wir ja noch nicht, dass wir die ganze Decke runterholen müssen." Priorität hätten nun die Abschlussklassen 9 und 10, für die Prüfungen anstehen.

Die Entscheidung, die Schule zu schließen, fiel nach einem Ortstermin mit einem Brandschadensgutachter des Instituts für Schadensvorsorge und Schadensverhütung aus Stuttgart. Noch am Mittwoch hatte man gehofft, mit dem normalen Unterricht weitermachen zu können und die abgehängten Decken einfach abzukleben.

Brandgeruch lag in der Luft

Deshalb hatte in der Werkrealschule außer in den ausgebrannten Räumen der normale Unterricht stattgefunden. Weil aber im gesamten Gebäude immer noch Brandgeruch in der Luft lag, hatten die zuständigen Fachämter am Freitag vor Ort entschieden, das Gebäude für voraussichtlich acht Wochen komplett zu schließen und den Schulbetrieb auszulagern. Der Unterricht soll jedoch weitergehen. Alle Schüler können am kommenden Montag, 15. Januar, wie gewohnt in die Schule kommen, dort werden ihnen dann ihre neuen Räume zugewiesen.

Der Brand am Sonntag Abend hatte die Wand eines Holzbaus zerstört und die dahinter liegenden Klassenzimmer beschädigt. Dabei entstand Sachschaden im sechsstelligen Bereich; genauer lässt sich die Schadenshöhe erst in etwa zwei Wochen beziffern.

Die Schäden umfassen neben dem Müllcontainer und der Holzwand auch das auskragende Holzdach. Zudem wurden die Oberlichtkuppeln der Turnhalle beschädigt. Die Polizei hat den Tatort bereits kriminaltechnisch untersucht.