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18. Dezember 2008

Arbeit gesucht: Eine Initiative für Flüchtlinge

Mit Hilfe von EU-Geld hat sich ein Trägerverbund gegründet / Großes Interesse der Betroffenen zeigt sich bei Infoveranstaltung.

In Freiburg leben rund 600 Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, als so genannte Bleibeberechtigte. Fast alle sind Roma aus dem Kosovo. Für ein dauerhaftes Bleiberecht müssen sie bis Ende 2009 nachweisen, dass sie ihren Lebensunterhalt überwiegend durch eigene Arbeit sichern können. Nur so haben sie eine Chance auf einen unbefristeten Daueraufenthalt.

Damit dies auch klappt, haben nun der Caritasverband, die Fördergesellschaft der Handwerkskammer, die Volkshochschule und die Stadt Freiburg einen Trägerverbund gegründet – und die Europäische Union und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geben im Rahmen eines bundesweiten Projekts bis 2010 Geld dazu. Insgesamt 800 000 Euro sind jetzt dazu da, Bleibeberechtigten zu einer geregelten Arbeit zu verhelfen. Und auch weitere 300 Menschen in Freiburg, die als geduldete Flüchtlinge oder Asylsuchende hier leben, sollen Arbeit finden.

Leicht ist die Aufgabe nicht. Die Flüchtlinge durften oft jahrelang nicht arbeiten, haben vielleicht keine gute Ausbildung oder sprechen nicht gut deutsch. Da eine ordentliche Arbeit zu finden, ist nicht leicht. "Deshalb brauchen wir die Unterstützung aller", so Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach. Die Organisationen im Verbund werden den Arbeitswilligen helfen: Sie werden alle in Frage kommenden Menschen ansprechen, sie beraten und begleiten, sie bei Bewerbungen und der Arbeitssuche unterstützen, ihnen Fortbildungskurse anbieten, ihre Deutschkenntnisse verbessern und parallel dazu auch Firmen und Arbeitgeber beraten. Ziel des Projekts ist, möglichst viele dieser Menschen in Arbeitsverhältnisse zu vermitteln – und jungen Menschen Ausbildungsplätze zu verschaffen. Mit im Boot ist natürlich auch die Arge (Arbeitsgemeinschaft) Freiburg, die den Überblick über freie und passende Arbeitsstellen hat. Bei einer ersten Infoveranstaltung war das Interesse groß: Von 110 Eigeladenen kamen mehr als 100.

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Autor: si