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03. März 2010

Wahlplakate

AUCH DAS NOCH: Im Eifer des Wahlgefechts

Vergaloppiert haben sich Freiburgs Jungsozialisten auf ihrer Plakathängetour für den OB-Kandidaten Ulrich von Kirchbach. "Die Freiburger Jusos fordern das Ordnungsamt auf, die illegal aufgehängten Plakate von Dieter Salomon ordnungsgemäß abzuhängen", schreiben die Nachwuchsgenossen. Hatten sie doch entdeckt, dass den Terminankündigungen für Salomons Wahlkampfauftakt heute, Mittwoch, in der Wodanhalle die kleinen unauffälligen "Bäpper" fehlen, mit denen das Ordnungsamt seine Genehmigung zum Aufstellen und Aufhängen erteilt. Ob nun Salomon und sein Team aus Ignoranz gehandelt hätten oder gar in der Auffassung für einen OB gelten andere Regeln: "Alle Plakate ohne Aufkleber abzuhängen" lautet die Devise der jungen Sozialdemokraten. Dass sie sich die Mühe hätten sparen können, für alle von-Kirchbach-Plakate einen ordentlichen Aufkleber zu besorgen, kam den Jusos nicht in den Sinn. Ist aber so. Wahlplakate brauchen den "Bäpper" nämlich gar nicht. Weil Parteien und Kandidaten dem grundgesetzlichen Auftrag nachkommen, an der politischen Willensbildung mitzuwirken. Sagt die städtische Pressesprecherin Petra Zinthäfner. Ist ja auch was anderes als ein Plakat für ein Konzert oder eine Messe. Ein genaueres Hingucken hätte stutzig machen können: Auch Plakate der Freien Wähler tragen keinen ordnungsamtlichen Vermerk. Dann hätten sich die Jusos ihre Wahlkampfmunition aufgespart. Bis zum 12. März. Dann geht’s erst richtig los mit der Plakatierung. So ist’s ein Rohrkrepierer.

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Autor: Hans-Henning Kiefer