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25. November 2009 18:45 Uhr
Bildungsstreik
Audimax-Besetzer: Demonstration im Schutzanzug
Nach zehn Tagen der Besetzung werden die Studierenden konkret: In einer großen Demonstration haben sie der Stadt, der Unileitung und der CDU einen Katalog mit Forderungen übergeben – und klare Ansagen gemacht.
Er zuckt und zittert, wirft die Arme in die Höhe, reißt den Kopf zurück – und bricht zusammen. Ein letzter Seufzer entweicht den Lippen hinter der Atemschutzmaske, ein letztes Aufbäumen lässt den weißen Schutzanzug rascheln. Unter dem Motto "Bildungsgrippe" hatten die Audimax-Besetzer zu einer Demonstration durch Freiburg aufgerufen, um ihre Forderungen an Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne), Universitätsrektor Hans-Jochen Schiewer und die Freiburger CDU zu übergeben.
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Unirektor Schiewer stellte sich am Fahnenbergplatz der gut 2000 Studenten starken Protestschar, griff zum Megafon und bekräftigte seinen Willen zu Verhandlungen. "Die Forderungen sind eine gute Basis, um konkret ins Gespräch einzutreten", erklärte er und lud die Studierenden zu einer Diskussion im Hörsaal 2004 am Donnerstag um 20 Uhr ein. "Nicht Sie laden uns ein! Wir laden Sie ein – und zwar ins Audimax", schallte es Schiewer aus der Masse entgegen.
Die Geschäftsstelle der CDU an der Eisenbahnstraße war die letzte Station. Dort nahm Stadtrat Daniel Sander stellvertretend die Forderungen entgegen und versprach, sie weiterzuleiten.
- Hintergrund: So organisieren die Besetzer den Protest im Audimax
- Foto-Umfrage: Was sagen andere Studenten zum Protest?
- Bildungsstreik 2009: Der Forderungskatalog
Autor: Alexandra Sillgitt
