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09. April 2009

Auszeichnung für Tüftler

Der Freiburger Innovationspreis 2009 geht an das Gottenheimer Unternehmen Sensopart.

Gestern bekamen fünf Unternehmen und Unternehmer aus der Region für ihre herausragenden Neuerungen und Erfindungen den Freiburger Innovationspreis 2009 verliehen. Auf Platz eins landete dabei das Gottenheimer Elektronikunternehmen Sensopart. Für ein neuartiges Code-Lesegerät gab’s 2500 Euro Preisgeld. Insgesamt ist der seit 1991 alle zwei Jahre vergebene Preis mit 7500 Euro dotiert. Vergeben wird er gemeinsam von der Stiftung Biomed und der Sparkasse Freiburg.

"Unternehmen tun gerade in schwierigen Zeiten gut daran, sich auf den Kern unternehmerischen Handelns zu besinnen, nämlich aufs Erkennen und Nutzen neuer Marktchancen. Wer Innovationen als unnötigen Luxus abtut, der handelt wie ein Bauer, der wegen einer schlechten Ernte das Säen einstellt." Mit diesen Worten lobte Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon bei der Verleihungsfeier in den Räumen der Sparkasse, die Anstrengungen der regionalen Wirtschaft in Forschung und Entwicklung. Insgesamt 22 Unternehmen hatten sich um den Innovationspreis 2009 beworben, für fünf von ihnen gab es nun eine Auszeichnung.

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Ganz vorne landete der 1994 gegründete Sensorikspezialist Sensopart in Gottenheim. Die Ingenieure der Firma haben ein neuartiges Code-Lesegerät mit der Typenbezeichnung "FA 45" entwickelt, welches nicht nur den dem bekannteren Strichcode verwandten Data-Matrix-Code erkennen kann, sondern zugleich auch noch überprüft, wie es um dessen weitere Lesbarkeit bestellt ist. Wenn nämlich solche Codes, die beispielsweise in der Logistikwirtschaft massenhaft zum Einsatz kommen, ihre Lesbarkeit verlieren, kann das die dortigen Abläufe empfindlich stören und teure Folgen haben. Dem kann "FA 45" ein Stück weit entgegensteuern.

Der zweite Platz ist zweifach belegt

Der zweite Preis wurde doppelt vergeben (jeweils 2000 Euro): Zum einen ging der Preis gemeinschaftlich an den Freiburger Applikations- und Zubehörspezialisten Sutter Medizintechnik und den Umkircher Spezialisten für medizinische Elektronik KLS Martin, und zwar für die Entwicklung des elektrochirurgischen Radiofrequenz-Systems Curis. Curis kommt bei minimalinvasiven Eingriffen in der Hals-, Nasen- und Ohrenchirurgie, der Neurochirurgie und der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie zum Einsatz.

Ebenfalls einen zweiten Preis erhielt die Firma Construction & Consulting mit Sitz in Bahlingen am Kaiserstuhl. Ausgezeichnet wurde das auf Entwicklungs-, Konstruktions- und Dokumentationsarbeiten für Kunden im Maschinenbau spezialisierte Unternehmen für seinen bis zur Serienreife entwickelten Spindelantrieb mit integrierter Kraftmessung.

Einen Anerkennungspreis (1000 Euro) gab’s für die Freiburger Drehleierwerkstatt Sebastian Hilsmann, wo gerade ein neuartiges Tonabnahmesystem für Drehleiern entwickelt wird.

Freiburgs Wirtschaftsförderer und Biomed-Vorstand Bernd Dallmann sagte, nur durch Innovation lasse sich der Standort sichern. Freiburg habe dabei aber eine gute Ausgangslage wegen des engen "Miteinanders von Unternehmen und Forschung". Das unterstrich auch Sparkassen-Vorstand Horst Kary: "Die Nähe von Mittelstand und Wissenschaft sichert Arbeitsplätze."

Autor: BZ