Zurückhaltung

Beim "Freiburger Gutschein" machen nur wenige Innenstadt-Händler mit

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Do, 14. Juni 2018

Freiburg

Von 600 Geschäften im Freiburger Zentrum beteiligen sich nur 42 an dem System „Freiburger Gutschein“. Die niedrige Quote stieß in der Mitgliederversammlung des Vereins „Z’Friburg in der Stadt“ auf Unverständnis. Kurios ist, dass nicht einmal die Hälfte der 108 Mitgliedsbetriebe der Werbegemeinschaft der Innenstadthändler mitmacht.

"Ich habe keine Ahnung, warum das so ist", sagte Vorsitzender Stefan Huber vom Tabakgeschäft Meier. "Vielleicht ist der Gutschein noch nicht bekannt genug."

Damit haben sich die Hoffnungen seit dem Start im November 2016 nicht erfüllt. Schon damals waren 40 Geschäfte beteiligt. Erwartet wurde, dass ziemlich schnell ziemlich viele Betriebe hinzukommen, auch aus der Gastronomie. Am Preis, meint Vorsitzender Stefan Huber, könne es nicht liegen. Mitglieder der Werbegemeinschaft müssen nichts bezahlen, für Nichtmitglieder wird eine einmalige Gebühr von 120 Euro fällig sowie je nach Firmengröße eine monatliche Nutzungsgebühr ab 25 Euro. "Das amortisiert sich schnell", sagt Huber.

Bei der Kundschaft kommt der Gutschein indes gut an. Laut Huber wurden 13 649 Stück im Gesamtwert von knapp 424 000 Euro verkauft. Eingelöst wurden 6850 Gutscheine. Sie haben einen Wert zwischen 10 und 100 Euro und können unter http://www.freiburg-zeit.de individuell heruntergeladen und ausgedruckt werden. Beim Eintausch wird er via QR-Code entwertet.

In seinem Jahresbericht erinnerte Huber an Baustellen und Verkehrsprobleme, aber auch an Mega-Samstage und das Food-Truck-Festival, das in Kooperation mit der BZ seine Premiere hatte. Im Vorstand gab es auch einen Wechsel. Lena Sutter-Kiefer von der Papeterie Sutter folgt auf Kaufhof-Chef Wolfgang Knoll.