Bekenntnisse eines Kandidaten

Sascha Fiek; „Für kein Geld der Welt würde ich mich verbiegen“

Frank Zimmermann

Von Frank Zimmermann

Fr, 06. September 2013

Freiburg

GANZ PERSÖNLICH: Sascha Fiek (FDP) .

Der FDP-Bezirksvorsitzende und Stadtrat Sascha Fiek kandidiert im Wahlkreis Freiburg zum zweiten Mal für den Bundestag, 2009 verpasste er als 16. der Landesliste knapp den Einzug. Der 39-Jährige ist in Freiburg geboren und aufgewachsen, kurz vor Ende seines Chemie- und Deutschstudiums entschied er sich, nach dem Examen ins elterliche Unternehmen, eine Fahrschule, einzusteigen. Mittlerweile ist er dort Juniorchef. Was im Wahlkampf sein wichtigstes Utensil ist und was ihn am Politikbetrieb frustriert, sagte er Frank Zimmermann.

» Lust auf Politik macht mir ...
... die Möglichkeit, Dinge in der Gesellschaft zu bewegen.

»Frustrierend an Politik finde ich, ...... wenn Menschen voreingenommen sind und sich Argumenten gegenüber nicht offen zeigen.

»Politik ist mir wichtig seit ...

... Kindesbeinen, weil ich mit Politik groß geworden bin.

»Besonders gut an mir gefällt mir,

dass ...

... ich mich für einen geduldigen, ausgeglichenen Menschen halte, der über alles sachlich sprechen kann.

»Es ist ein Vorurteil, dass Politiker ...

... nur an sich denken und nicht an die Gesellschaft.

»In den Bundestag will ich, weil ...

... es eine interessante Herausforderung ist, bei der ich glaube, tatsächlich etwas für die Gesellschaft tun zu können.

»Ein guter Freund darf mich kritisieren, weil ...

Jeder Mensch muss mich kritisieren dürfen, nur über Kritik kann man sich weiterentwickeln.

»Die Bezahlung von Bundestagsabgeordneten halte ich ...

... derzeit für angemessen [die Abgeordnetenentschädigung beträgt derzeit 8252 Euro, Anmerkung der Redaktion].

»Für kein Geld der Welt würde ich ...

... mich inhaltlich verbiegen wollen.

»Wenn ich noch einmal 20 Jahre alt wäre, würde ich ...

... noch ein bisschen mehr in die Welt rausgehen und mehr Erfahrungen im Ausland sammeln. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit der Schiene, die ich gefahren bin, ganz zufrieden.

»Mein wichtigstes Utensil im Wahlkampf ist ...

... mein iPad.

»Ich könnte auf die persönliche politische Erkenntnis verzichten, dass ...

... es manchmal eine sehr große Differenz gibt zwischen dem, was man in der Politik erreichen will, und dem, was man tatsächlich erreichen kann.

»Wenn ich schon mit jemandem von der politischen Konkurrenz zum Abendessen gehen muss, dann mit ...

... vielen meiner Stadtratskollegen. Denn zu vielen, auch aus den anderen Fraktionen, habe ich sehr guten Kontakt.

»Am Morgen des 23. September 2013 werde ich ...

... froh sein, dass es vorbei ist.

– Hinweis der Redaktion: Wegen der Zuschnitte der Bundestagswahlkreise kann es sein, dass in Ihrer BZ-Ausgabe auch Kandidaten des Nachbar-Wahlkreises vorgestellt werden.