Kleintierzüchter

Bis zum "Göckelefest" sollen die Brandschäden repariert sein

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 12. Januar 2019

Freiburg

Ende November wurde die Ausstellungshalle des Kleintierzuchtvereins Lehen-Betzenhausen bei einem Feuer stark beschädigt. Bis alles wiederhergestellt ist, wird es noch eine Weile dauern.

FREIBURG-LEHEN (cvx). Der Kleintierzuchtverein Lehen-Betzenhausen befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage: Bei einem Brand in einem seiner Gebäude Ende November entstand ein hoher Sachschaden. Momentan ist unklar, wann der Wiederaufbau abgeschlossen sein wird.

Vor der Ausstellungshalle der Kleintierzüchter im Gebiet Zinklern am Ortsrand von Lehen befanden sich drei Verkaufsstände aus Holz, daneben etwas Laub und Äste. Vermutlich kam es an einem hier liegenden Starkstromkabel zu einem technischen Defekt, welcher den Brand am 29. November auslöste. Das Feuer griff auf die Halle über, beschädigte außer dem Dach und Gebälk zwei Fenster, eine Tür und die elektrischen Anlagen. Zahlreiche Kaninchenkäfige, Biertischgarnituren und Sonnenschirme, die sich in der Halle befanden, wurden ebenso zerstört wie die vorhandenen Kühlschränke, die Geschirrspülmaschine sowie die Gefriertruhe. Insgesamt entstand ein Schaden von ungefähr 25 000 bis 30 000 Euro, schildert der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Roland Herr.

Tiere befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes keine in der Halle, diese haben die insgesamt 70 Mitglieder bei sich zu Hause untergebracht. Meist werden von den Kleintierzüchtern Kaninchen und Hühner gehalten. Die Ausstellungshalle wird hauptsächlich für die jeweils im Oktober stattfindende Lokalschau genutzt, in unregelmäßigen Abständen auch für Jungtierschauen. Das Vereinsheim, das sich auf demselben Grundstück befindet, war – anders als zunächst gemeldet – von dem Brand nicht betroffen.

Wie Roland Herr weiter berichtet, brauchte man für die Aufräumarbeiten Anfang Dezember einen Acht-Kubikmeter-Container, um den Brandschutt zu beseitigen – insgesamt sechs Stunden lang war ein Team von neun Männern damit beschäftigt.

Unklar ist noch, wie es mit der 1976 gebauten Halle genau weitergeht: Nach Ansicht der Gebäudeversicherung ist eine Teilsanierung und Reinigung der verrußten Dachträger aufwändiger, als das Dach komplett neu zu decken. Zwei Zimmermänner haben sich das Gebäude angeschaut und erstellen für die Versicherung jeweils ein Angebot für ein neues Dach. Diese entscheidet dann, welche Firma den Auftrag bekommt und was genau gemacht wird. Herr hofft, dass die Halle spätestens zum beliebten "Göckelefest" (benannt nach den beim Fest angebotenen gebratenen Hähnchen) Anfang August wieder genutzt werden kann.

Der Kleintierzuchtverein plant, auch weiterhin auf seinem Grundstück zu bleiben. Das Vereinsgelände liegt am Westrand des geplanten Neubaugebiets Zinklern, ursprünglich sollte eine Zufahrtsstraße über das Grundstück führen. "Das hätte unser Aus bedeutet", sagt der Vorsitzende des Vereins, Franz Weck, der seit mehr als 50 Jahren Mitglied des Kleintierzuchtvereins ist. Das Zufahrtskonzept sei inzwischen jedoch geändert worden.