Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

16. März 2015 15:47 Uhr

Eichelbuck

Brandfolgen: Freiburgs größte Solaranlage ist vom Netz

Die Solaranlage auf der früheren Mülldeponie Eichelbuck im Freiburger Norden ist so groß wie zweieinhalb Fußballfelder – und seit Sonntag komplett vom Netz. Schuld daran ist ein Brand.

  1. Ein Brand hat die Solaranlage am Freiburger Eichelbuck in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Michael Bamberger

  2. Ein Brand hat die Solaranlage am Freiburger Eichelbuck in Mitleidenschaft gezogen. Foto: privat

  3. Ein Brand hat die Solaranlage am Freiburger Eichelbuck in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Michael Bamberger

  4. Ein Brand hat die Solaranlage am Freiburger Eichelbuck in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Michael Bamberger

Freiburgs größte Solaranlage ist vom Netz. Am Montag liefen die Untersuchungen zum Brand von Photovoltaik-Modulen auf der früheren Mülldeponie Eichelbuck am Vortag. Die Polizei geht davon aus, dass ein technischer Defekt die Ursache war. Die Höhe des Schadens ist noch unklar, könnte aber laut Betreiber unter Umständen sechsstellig sein – Stromausfall nicht eingerechnet.

"Einige Module sind richtig weggeschmolzen." Michael Broglin
Die Solaranlage im Freiburger Norden ist so groß wie 2,5 Fußballfelder und seit Sonntag komplett vom Netz. Am Montag war die Betreiberfirma noch damit beschäftigt, den Schaden zu ermitteln: die ASF Solar, eine Tochter von Freiburgs Abfallwirtschaft und Stadtreinigung (ASF) und vom regionalen Energieversorger Badenova. "Einige Module sind richtig weggeschmolzen", sagte ASF-Chef Michael Broglin.

Kleine Brandfläche, große Wirkung

Das Überwachungssystem hatte den Brand am Sonntag gegen 14.45 Uhr gemeldet, das Sicherheitsteam die Feuerwehr gerufen. Die hatte auch ein Reiter alarmiert: Von der Westseite des Eichelbucks stiegen schwarze Rauchschwaden auf. Die Feuerwehr rückte mit sieben Fahrzeugen und 33 Mann an und verhinderte, dass sich das Feuer weiter ausbreitete. Verletzt wurde durch den Brand niemand.

Werbung

"Ein Kurzschluss könnte die Ursache gewesen sein." Laura Riske
Verbrannt sind 20 bis 40 Quadratmeter Modul und fünf Wechselrichter, über die der Strom eingespeist wird. Unklar war am Montag, ob auch zentrale Kabel zerstört wurden, was den Schaden stark erhöhen würde. "Wenn alles schiefgeht, wird’s sechsstellig", meinte Broglin. Dazu kommt der Stillstand: "An einem sonnigen Tag wie heute produziert die Anlage schon richtig Geld", sagte der Geschäftsführer am Montag, nannte aber keine Zahl. Die Anlage versorgt im Durchschnitt 1000 Haushalte.

Keine Hinweise auf Brandstiftung oder Manipulation

Die Polizei war ebenfalls am Montag erneut vor Ort. Die Ermittler gehen von einem technischen Defekt aus, sagte Polizeisprecherin Laura Riske. Für Brandstiftung oder Manipulation gebe es bislang keine Anhaltspunkte. "Ein Kurzschluss könnte die Ursache gewesen sein."

Es ist der erste Ausfall seit die Anlage Ende 2011 in Betrieb ging. Wie lange sie keinen Strom produzieren wird, kann Broglin nicht sagen. Die nicht beschädigten Teile sollten so schnell wie möglich wieder ans Netz. Nur gut: "Wir sind versichert." Und auch Verbraucher merken nichts, Badenova gleicht die Versorgungslücke aus. "Wär’ ja schlimm, wenn wegen uns die Lichter ausgingen", so der ASF-Chef.
Ökostrom vom Müllberg

Die Solaranlage auf dem Eichelbuck ist mit Abstand Freiburgs größte. Sie umfasst 10700 Photovoltaik-Module mit insgesamt 17500 Quadratmeter Fläche, 112 Wechselrichter, vier Trafostationen und sechs Kilometer Kabel. Ihre Leistung beträgt 2,5 Megawatt. Die zweitgrößte Solaranlage mit 3540 Quadratmeter ist auf dem Dach der Messehallen montiert. Die Mülldeponie Eichelbuck ist seit 2005 geschlossen. Freiburgs Restmüll wird in der Trea im Gewerbepark Eschbach verbrannt.

Mehr zum Thema:

Autor: Simone Höhl


0 Kommentare

Damit Sie Artikel auf badische-zeitung.de kommentieren können, müssen Sie sich bitte einmalig bei Meine BZ registrieren. Bitte beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Meine BZ: Anmeldung
 
 
 



Weitere Artikel: Freiburg