Feuerwehreinsatz

Dachstuhlbrand in Freiburg-Haslach gelöscht – Zwei Gebäude geräumt

Oliver Huber, Felix Klingel

Von Oliver Huber & Felix Klingel

Mi, 21. März 2018 um 13:22 Uhr

Freiburg

Im Freiburger Stadtteil Haslach stand ein Dachstuhl in Flammen. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Es gab keine Verletzten. Über dem Ort hatte sich eine starke Rauchwolke gebildet.

In einem mehrstöckigen Haus in der Schönbergstraße in Freiburg-Haslach brannte der Dachstuhl, Flammen schlugen aus dem Dach heraus. Um 12.35 Uhr ging der erste Notruf bei der Polizei ein. Die Berufsfeuerwehr war mit mehreren Wagen im Einsatz. Mit einer Drehleiter hatte die Feuerwehr sich Zugang zum Dach verschafft und einen Teil der Dachziegel entfernt, um das Feuer zu erreichen. Gegen 13.30 Uhr war das Feuer gelöscht. Etliche Schaulustige verfolgten den Einsatz – die Polizei bat im Laufe des Einsatzes allerdings darum, den Einsatzort zu meiden und sich zu entfernen, damit die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr nicht behindert wurden.



Zwei Einsatztruppen mit Atemschutzmasken bekämpften das Feuer außerdem aus dem Inneren heraus. Aus dem Gebäude spritzten Wasserfontänen, die der Löschzug im Inneren einsetzte. Auch Dachziegel wurden durch den Wasserstrahl weggesprengt.

Bisher geht die Feuerwehr davon aus, das ein Wohnungsbrand auf den Dachstuhl übergeschlagen hat. Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte vor Ort. Die Schönbergstraße war zwischenzeitlich gesperrt, auf den Straßenbahnverkehr hatte der Brand keinen Einfluss.

Beißender Brandgeruch lag in der Luft

Zu Beginn des Feuers wurde ein Person vermisst, die aber wieder aufgetauchte. Bislang gibt es keine Verletzten. Ein Hund konnte die Feuerwehr aus einer betroffenen Wohnung retten, mehrere Kleintiere wurden aus ihren Käfigen befreit. Viele Bewohner standen vor ihrem Haus und bangten um ihr Hab und Gut. Beißender Brandgeruch lag in der Luft. Familienangehörige und Freunde wurden angerufen, Neuigkeiten ausgetauscht. Die Feuerwehr hatte die Eingänge der Schönbergstraße Nummer 2 und 4 komplett gesperrt, niemand durfte sie betreten.

Die Polizei hatte außerdem zwei angrenzende Häuser geräumt. "Polizei und Stadt sind dabei, sich um die Unterbringung der Personen zu kümmern, die das Haus nicht sofort betreten können", sagt Polizeisprecher Jerry Clark. Wie viele Menschen davon betroffen sind, sei noch unklar. "Die Kriminalpolizei ist im Einsatz und führt erste Befragungen durch. Über die Drehleiter der Feuerwehr können außerdem Bilder zur Dokumentation der Lage gemacht werden", so Clark weiter.

Bemerkt hat das Feuer eine Nachbarin, die auf dem Balkon stand. Sie hat dann sofort im betroffenen Haus Sturm geklingelt. Anwohnern des benachbarten Hochhauses hatten vorher schon die Feuerwehr alarmiert.

Feuerwehr richtete Brandwache ein

"Ich habe gerade gekocht, da hat es wie verrückt an der Tür geklingelt. Ich habe zunächst nichts vom Feuer mitbekommen", sagt eine von dem Klingeln aufgeschreckte Bewohnerin aus dem ersten Stock. Normalerweise würde ja immer nur die Postboten so energisch läuten. Nun hat sie wegen des Löschwassers Angst um ihre Wohnung.

Eine andere Frau, die während des Feuers zufällig in ihrer Wohnung war, wurde ebenfalls von der Nachbarin gewarnt: "In meine Wohnung darf ich wohl nicht mehr. Was ich packen sollte, wenn ich noch einmal zurück darf, wusste ich jetzt so schnell nicht." Die Frau stand sichtlich unter dem Eindruck der Geschehnisse.

Die Feuerwehr hat eine Brandwache eingerichtet, um ein erneutes Entfachen des Feuers zu verhindern. Die Polizei machte sich derweil auf die Spurensuche.