30. Januar 2009 17:02 Uhr
Polizei korrigiert eigene Aussage
Demonstranten mussten sich doch ausziehen
Die Freiburger Polizei muss sich korrigieren. In einer Pressemitteilung vom Freitagnachmittag bestätigt sie die Behauptung von Autonomen, dass sich drei festgenommene Teilnehmer an der Demo gegen Studiengebühren vom Montag im Polizeirevier haben ausziehen müssen.

- Die Polizei hat doch drei Teilnehmer der Demo vom Montag auf dem Revier „vollständig durchsucht“. | Foto: Ingo Schneider
Am Donnerstag – also drei Tage nach der Demonstration mit Rangelei auf der Kronenenbrücke – hatten die Beamten vor Journalisten noch versichert, solche Untersuchungen würden nur dann angewandt, wenn der Verdächtige zum Beispiel Drogen in Körperöffnungen mit sich führt. Die Korrektur dieser Einschätzung sei erst jetzt erfolgt, weil der zuständige Beamte im Schichtdienst war und in seiner freien Zeit nicht zu erreichen gewesen sei. Insofern treffe zu, was der Unabhängige Studierendenausschuss der Pädagogischen Hochschule und die Autonome Antifa in ihren Verlautbarungen am Tag nach der Demonstration mitgeteilt haben.
Gleichwohl entspreche das Vorgehen auf dem Revier der Rechtsgrundlage. Seit einem Vorfall vor kurzer Zeit, als ein auf der Haut getragenes Feuerzeug in eine Arrestzelle geschmuggelt und ein Feuer entfacht worden sei, würden Festgenommene intensiver durchsucht, heißt es in der Mitteilung der Polizei.
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Die von U-Asta und Antifa behaupteten sexistischen Äußerungen habe es indes nicht gegeben. Der durchsuchende Beamte sei eigenen Angaben zufolge von einem der Männer gefragt worden, ob es ihm Spaß mache, einen nackten Mann zu sehen. Der Polizist habe das verneint und auf die Vorschriften verwiesen. Hinweise auf "sexistische Beleidigungen" hätten sich nicht ergeben.
Autor: bz





