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06. Juli 2009

Leute in der Stadt

Adrian Paul: Gitarrist und Direktorensohn bei Roncalli

LEUTE IN DER STADT: Adrian Paul macht Musik und will seinem Vater als Roncalli-Direktor folgen

  1. Seine erste Single, die er mit Pierre Poissonnet eingespielt hat, erscheint am 10. Juli: Adrian Paul vom Circus Roncalli. Foto: ingo schneider

Posen kann er schon wie einer der ganz Großen. Kein Wunder, hat er sich von seinem Vorbild Oasis doch einiges abgeschaut. Adrian Paul, Sohn von Circus Roncalli-Direktor Bernhard Paul, ist leidenschaftlicher Musiker. Gemeinsam mit Pierre Poissonnet hat er 2007 die Band "Circus on the Roxx" gegründet. Am 10. Juli erscheint die erste Single "Tryology". Beim künstlerischen Feinschliff hat sogar Bob Ludwig mit Hand angelegt, der mit Bruce Springsteen, Madonna oder den Rolling Stones zusammengearbeitet hat. Bis 26. Juli ist Adrian im Circus Roncalli zu sehen.

In seinem Roncalli-Wohnwagen ist nicht mehr all zu viel Platz. Sieben Gitarren und zwei gigantische Verstärker sorgen dafür, dass jedes Umdrehen ein Kunststück wird. Seine Liebe für Gitarren? "Die kommt von meinem Vater. Er hat eine der umfangreichsten Sammlungen in Europa", schwärmt der 18-Jährige. Dabei könne der ehemalige Schlagzeugspieler nicht einmal darauf spielen. Schon als kleiner Steppke hat Adrian im Wohnzimmer Elvis imitiert: "Dabei bin ich mit so einer kleinen Plastikgitarre über den Teppich gerockt." Bei Straßenmusikern hat er die ganz verschiedenen Stile kennengelernt.

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Seinem "Circus on the Roxx"-Bandkollegen Pierre Poissonnet (20), Spross der britischen Zirkusdynastie Smart, ist er vor knapp zwei Jahren begegnet. Obwohl sie sich anfangs mit ihrem unterschiedlichen Musikgeschmack gegenseitig aufgezogen haben – Adrian ist ein Riesenfan von Oasis, Pierre mag’s lieber etwas smarter, liebt R-’n’-B-Sänger wie Chris Brown – haben die zwei schnell gemerkt, dass sie sich musikalisch wunderbar ergänzen. Gerade ist ihre Debütsingle "Tryology" fertig geworden. Aufgenommen haben sie die mit dem Produzenten von Silbermond in den Hansa Studios in Berlin Mitte, in denen sich Stars wie U2 und Depeche Mode die Klinke in die Hand geben. "Als wir die drei Songs aufgenommen haben, hat Grönemeyer nebendran produziert", sagt Adrian. Den amerikanischen Feinschliff hat die CD dann vom Mastering-Star Bob Ludwig in den USA erhalten: "Wir wollten nicht wie eine deutsche Band klingen, wollten richtig satte Gitarrenwände im Hintergrund haben." Ludwig hat schon Stars wie Madonna, David Bowie oder Jimi Hendrix ihren ganz eigenen Stil verpasst.

Dass die beiden von klein auf mit dem Zirkus auf Tournee sind und im Rampenlicht stehen, kommt ihnen jetzt zu gute. Im aktuellen Roncalli-Programm spielen sie mit dem Zirkusorchester nach der Pause Beatles-Medleys; und Adrian macht als Hinterteil von Nilpferd Brutus in der Manege mit. Aber auch wenn es tatsächlich mit der Musikkarriere steil nach oben gehen sollte, will Adrian dem Zirkus treu bleiben. "Ohne den geht’s nicht. Das ist meine Familie", sagt er. Schließlich will er eines Tages seinem Vater als Roncalli-Direktor nachfolgen. Schon jetzt arbeitet er als Assistent des Betriebsleiters und schnuppert in die Zirkusabteilungen als Azubi rein. "Ich muss ja wissen, wo jeder sein Wehwechen hat", lacht er.

"Circus on the Roxx": Wer den 10. Juli nicht abwarten will, kann die Beiden schon am Dienstag, 7. Juli, live im Cinemaxx Freiburg, Bertoldstraße, von 19 bis 21 Uhr erleben. Infos zur Band unter http://www.roncalli.de

Tag der offenen Tür beim Circus Roncalli, Sonntag, 12. Juli, 10 bis 12 Uhr, Messe Freiburg, exklusiv für BZ-Leser, Eintritt frei, Anmeldung unter Tel.  0800 / 222422440.

Autor: Sandra Grüning