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19. Februar 2016

Breitensport

Der Vorbereitungen für den Freiburg-Marathon haben begonnen

Die Nicht-Läufer legen los: Am 3. April startet der Freiburg-Marathon, 1000 Helfer im Hintergrund beginnen mit Vorbereitung.

  1. Erste Planungen: Rund 60 Vertreter von Vereinen kamen zum Treffen am Mittwochabend. Foto: ingo schneider

Am Sonntag, 3. April ist es wieder soweit: Beim Freiburg-Marathon starten die Läuferinnen und Läufer. Meist im Verborgenen bleiben viele andere, die ihnen das Laufen ermöglichen. Was müssen die Streckenposten beachten? Zu welchen Problemen kann es kommen? Und was sagt die Polizei dazu? Um solche Fragen ging’s am Mittwochabend im Vereinsheim der Freiburger Turnerschaft von 1844 (FT). Denn nicht nur die Teilnehmenden, sondern auch die rund 1000 Engagierten im Hintergrund kommen allmählich in Schwung.

Für Oliver Bahn ist’s ein neues Thema, seine Miau-Zunft in Zähringen ist zum ersten Mal dabei – die meisten anderen sind alte Hasen. Rund 60 sind da, alle Vertreter von Vereinen, deren Mitglieder am 3. April mithelfen. Oliver Bahn ist auf seinem Platz in der hinteren Reihe von Fasnachtskollegen umringt: Neben ihm sitzt Manfred Merkle von der Narrenzunft Mooskrotten in Hochdorf, ein Stück weiter Stefanie Hirth von der Zunft der Wühlmäuse in Littenweiler. Die Hochdorfer gehören hier auch noch eher zu den Neulingen, erzählt Manfred Merkle: Sie machen zum zweiten Mal mit. Aber sie haben viel Marathon-Erfahrung – sie sind regelmäßig beim Hochdorfer Lauf dabei. Ihr erster Freiburg-Marathon im vergangenen Jahr habe Spaß gemacht, sagt Manfred Merkle: "Man lernt immer wieder was Neues – und am Ende gehen wir alle was essen. Es ist ein Gemeinschaftserlebnis."

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Der Marathon bringt Geld in die Vereinskassen

Von der Christengemeinde in Lehen laufen einige mit, die anderen helfen. So wie Roland Brender, der schon mehrmals Streckenposten und Verpflegungsstände mitorganisiert hat. Seine Gemeinde war bisher bei jedem Marathon dabei.

Dass auch die Vereine ohne Läufer gern mitmachen, hat einen wichtigen Grund: Der Marathon bringt Geld in die Vereinskassen – selbst wenn die 30 Euro Aufwandsentschädigung, die jeder Helfer von den professionellen Organisatoren der Sportmarketingagentur "Runabouts" bekommt, bei acht oder neun Stunden Arbeit weit unter jedem Mindestlohn liegen. "Wir machen damit unseren Jahresausflug", sagt Stefanie Hirth. "Und der Marathon-Tag ist immer ein lustiger Sonntag."

Auch für die 60 Polizisten, die dabei sein werden, gilt der Marathon als "schöner Einsatz", sagt Uwe Oldenburg von der Verkehrspolizei. Trotzdem gibt’s Probleme, über die sich er und sein Kollege Dieter Klipfel mit den Engagierten sowie Anton Schwimmer und Gernot Weigl von "Runabouts" austauschen. Die Strecke wird diesmal dieselbe sein wie im vergangenen Jahr, informiert Anton Schwimmer. Klar sei, dass es bei der Strecke von 21 Kilometern immer wieder Leute und Fahrzeuge gebe, die trotz der Sperrungen durchhuschen. Das wollen die Streckenposten verhindern, sie klagen über besonders schwierige Stellen, unter anderem rund um die Uniklinik. Dabei gehe es weniger um Noteinsätze, sondern auch um Fahrzeuge auf dem Weg zu den Klinikküchen oder mit technischem Material. Anton Schwimmer will nochmal nachhaken.

Autor: Anja Bochtler