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31. Mai 2010

Die bunt gemischte Partyarena

Mehr als 2000 Studierende haben am Wochenende in der Mensa Rempartstraße die dritte Campus-Open-Party gefeiert.

  1. Stimmung statt Studentenfutter – und zwar satt: Die Campus Open hat die Mensa bis zum Morgen gerockt. Foto: rita eggstein

Was geht auf einer Studentenparty am meisten ab? Rock 'n’ Roll oder HipHop? Reggae oder Elektro? Darüber entschied bei der dritten Campus-Open-Party in der Mensa Rempartstraße das Publikum selbst und krönte bei einer Veranstaltung, die ganz im Zeichen der Musikwettbewerbe stand, den Freiburger DJ-König. Bei der größten Campusparty Südbadens feierten am Samstag mehr als 2000 Menschen bis in die frühen Morgenstunden.

Gegen zwei Uhr morgens gleicht die ansonsten eher triste Mensa in der Rempartstraße einer bunten Partyarena. Während im Erdgeschoss zahlreiche Reggae-Fans den Auftritt des populären Sängers Nosliv feiern, steigt ein Stockwerk weiter oben der "Who Rocks The Crowd?"-Contest. Im Tuniermodus treten dabei acht Freiburger DJs gegeneinander an und haben jeweils 15 Minuten lang Zeit, dem Publikum richtig einzuheizen. Wer dann mehr "Lärm" vom Publikum bekommt, ist eine Runde weiter.

Dass es dabei zu einem bunten Mix zwischen House, Drum’n’Base oder Rock ’n’ Roll kommt, sorgt für Abwechslung und tut der guten Stimmung keinen Abbruch. Auch dass es ausgerechnet zum Ende einer ansonsten reibungslosen Veranstaltung noch zu einer technischen Panne kommt, sorgt eher für Erheiterung denn für Irritation. Der "Technometer", der eigentlich den Applaus des Publikums ganz objektiv in Dezibel messen soll, zeigt im Finale ein offensichtlich falsches Ergebnis – und Christian Gimbel von "Subculture.de" als vermeintlichen Sieger an. Der gibt sich aber sofort dem hörbar lauteren Jubel des Publikums für Tobi Tobsucht geschlagen, der damit seinen inoffiziellen Titel als Freiburger DJ-König verteidigt.

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Das DJ-Battle ist inzwischen fester Bestandteil der Campus Open und kommt wie die ganze Party gut beim Publikum an. Die frisch examinierte Spanisch- und Englischstudentin Kathrin Lauber ist gekommen, weil sie von vielen gehört habe, dass es beim letzten Mal richtig toll war: "Wir sind heute direkt in den Pavillon zum Eurovision Song Contest gegangen", meint die 26-Jährige. Während dort beim gut besuchten Public Viewing der deutsche Erfolg in Oslo gefeiert wird, spielen "Chasing Pete" aus Nürnberg, die über ein Bandvoting zu Campus Open kamen, noch vor weitgehend leerem Saal auf der Hauptbühne. Dort wird es spätestens mit dem einsetzenden Regen und dem Auftritt der Allgäuer Band "Rainer von Vielen", deren tanzbarer Mix aus Pop, Punk, Indie und Rap viele Geschmäcker vereint, richtig voll.

Das Konzept der Veranstalter des Studentenwerks Freiburg, mit einem abwechslungsreichen Programm möglichst viele Besucherinnen und Besucher anzulocken, geht auch in diesem Jahr auf. Der 28-jährige Mathias Wenz ist vor allem zum Tischtennis in den Ping-Pong-Club im Mensagarten gekommen: "Das ist mal etwas anderes. Insgesamt gefällt es mir, dass es musikalisch und von den Leuten her so bunt durchmischt ist." Auch Organisator Felix Undeutsch ist sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung: "Es war alles friedlich und wir hatten ein richtig gutes Publikum." Mit rund 2200 Besuchern habe man das Soll erreicht. Und um 5 Uhr morgens rücken dann schon die Techniker und die Putzkolonne an, um die Mensa wieder ihrem eigentlich Zweck zuzuführen.



Autor: Sebastian Drescher