Die FDP hat viele Fragen

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Sa, 14. März 2009

Freiburg

Kritik an der Stadtverwaltung zum Thema "Kronenbrücke"

Der Neubau der Kronenbrücke, den die Stadtverwaltung vorschlägt, wird von den Freiburger FDP-Stadträten rundweg abgelehnt. Patrick Evers und Herta König vermissen eine "vernünftig koordinierende Planung". Ihre Forderung: Die Brücke solle verkehrsfähig gehalten werden, bis ein Neubau zusammen mit dem Stadttunnel möglich ist.

Patrick Evers sieht sich in seiner seit vielen Jahren immer wieder vorgetragenen Skepsis bestätigt. Er hatte immer bezweifelt, dass die Kronenbrücken die Stadtbahnen tragen können, die darüber zum Rotteckring geführt werden sollen. Evers sieht sich nun in seiner Haltung gegen die Rottecklinie bestätigt. Es gebe für die Freiburger Verkehrs-AG keine betriebliche Notwendigkeit für diese Linienführung, erklärte er gestern. Sein Vorschlag: Entweder sollten die Bahnen weiter über die Kaiserbrücke und den Bertoldsbrunnen geführt werden – oder: "Wenn es schon eine neue Trasse geben muss, dann auf der Bahnhofs-Achse." Evers wundert sich auch, woher die Verwaltung ihre plötzlichen Erkenntnisse haben will, dass die Brücke derart marode sein soll. Der Stadtrat vermutet, dass es keine neuen Fakten gibt, sondern die Stadtverwaltung um die Sache mit dem Brücken-Problem schon länger weiß.

In einer Anfrage an den OB fordern die FDP-Räte den Bericht über die Untersuchung des Bauwerkes an und bitten auch um die Zusendung der Gutachten zur geplanten Straßenbahnführung und um alle Prüfberichte der Kronenbrücke der vergangenen 20 Jahre.

Patrick Evers glaubt nicht, dass es heute schon möglich ist, die Planung einer neuen Brücke auf die Erfordernisse des Stadtunnels abzustimmen. Einen autofreien Rotteckring unterstützt auch die FDP. Evers: "Aber dafür muss ich keine unsinnige Linie bauen."