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20. März 2014

Echtes Tafelobst

Der neue Nutzgarten hilft nicht nur Langzeitarbeitslosen, sondern auch der Freiburger Tafel.

  1. Packen mit an (von links): Ulrich von Kirchbach, Mathias Hecht (Baumpate), Christiane Blümle (FQB), Annette Theobald (Freiburger Tafel), Otto Neideck und Jörg Frenzel (Baumpate) Foto: Michael Bamberger

Der erste Apfelbaum im neuen "Tafelgarten" ist gepflanzt: 20 Langzeitarbeitslosen werden sich in Zukunft um ihn und weitere 50 Bäume kümmern. Das Obst soll im Freiburger Tafelladen verkauft werden. Am Mittwoch griffen Bürgermeister, Vertreter der Tafel und der Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (FQB) zum Spaten. Sie haben das Projekt gemeinsam umgesetzt. Jetzt fehlt nur noch eines: Paten für die Bäume.

Die Freiburger Tafel ist ein sozialer Verein, der im Tafelladen an der Schwarzwaldstraße günstige Lebensmittel für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln verkauft. Die Lebensmittel dort sind überwiegend Sachspenden. In letzter Zeit kam es aber zu Engpässen bei frischen Produkten wie Obst und Gemüse. "Ein eigener Obst- und Gemüsegartens würde sich aber für die Tafel allein kaum verwirklichen lassen", erklärte Anette Theobald, Vorsitzende der Freiburger Tafel. Gemeinsam mit der FQB und mit der Unterstützung des ersten Bürgermeisters Otto Neideck und des Sozialbürgermeisters Ulrich von Kirchbach wurde die Idee nun verwirklicht.

Die FQB, ehemals Verein zur Förderung kommunaler Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen, bietet Langzeitarbeitslosen die Chance auf eine unbezahlte Beschäftigung. Bereits seit zwei Jahren können Menschen, die keinen Job haben, in einem Gemüsegarten auf dem Gelände der Stadtgärtnerei mitarbeiten. Sie bauen Kartoffeln, Karotten, Tomaten und Rote Beete an, die aber bisher nicht verkauft wurden. Der neue "Tafelgarten" schafft 20 weitere Einsatzmöglichkeiten. Zusätzlich können die Obst- und Gemüsebestände des Tafelladen stabilisiert werden. Ein ähnliches Projekt wie den Freiburger "Tafelgarten" gibt es bereits in anderen Städten, zum Beispiel in Singen. "Es ist eine Win-win-Situation für alle: Die Tafel kriegt Obst, wir stellen die Flächen, und durch die Stadtgärtnerei und die FQB haben wir genügend Kompetenz und Personal", bestätigte Ulrich von Kirchbach.

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Wer das Projekt unterstützen möchte, kann dies mit einer Baumpatenschaft tun: 50 kleine Apfelbäume warten auf Paten, die für 250 Euro einen Baum finanzieren. Auch kleine Spenden werden dankend angenommen. Neben den Bürgermeistern ist einer der ersten Paten Jörg Frenzel, langjähriger Mitarbeiter der Tafel. "Es gehört doch zu den Aufgaben eines jeden Mannes, im Leben einen Baum zu pflanzen", sagt Frenzel und schmunzelt.

Wer Baumpate werden will, wende sich an Christiane Blümle, Tel. 0761/8818672.

Autor: Julia Wadle