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02. April 2012

Eishockey

EHC Freiburg ehrt zwei Legenden und feiert den Titel

Tränen der Rührung im Eisstadion: Erst ehrt der EHC-Freiburg die beiden Ex-Spieler Mares und Khaidarov, dann zelebriert das junge Regionalliga-Team seinen Aufstieg.

  1. Ravil Khaidarov Foto: Patrick Seeger

  2. Thomas Dolak Foto: Patrick Seeger

  3. Petr Mares Foto: Patrick Seeger

Es war ein Abend voller Emotionen für die mehr als 2600 Fans in der Franz-Siegel-Halle: Die jungen Stars des EHC Freiburg feierten am Freitag ihren Aufstieg in die dritte Liga nach 25 Spielen ohne Niederlage. Und vor dem Finalmatch wurden zwei Legenden des Freiburger Eishockeys geehrt: Ex-Trainer Thomas Dolak überreichte Ravil Khaidarov und Petr Mares die EHC-Mitgliedschaft auf Lebenszeit. Gleichzeitig wurden die Trikots mit der Nummer 53 (Mares) und 18 (Khaidarov) zur Hallendecke hochgezogen – diese Nummern werden künftig nicht mehr vergeben.

In der ewigen EHC-Bestenliste belegen die beiden Idole die vorderen Plätze: Ravil Khaidarov hat in 550 Partien für den EHC 323 Tore erzielt - das ist Platz eins der Torschützenliste. Auf Platz drei liegt Petr Mares mit 249 Toren in 523 Matches. Die Auszeichnung mit dem Aushängen des Trikots haben zuvor nur vier Spieler erreichtet: Jiri Crha, Rick Laycock, Milan Chalupa und eben Thomas Dolak.

Es floss manche Träne bei den Anhängern auf der Tribüne: "Das war schon ein ganz besonderer Moment", erklärte danach gerührt Petr Mares. "Mich hat besonders gefreut, das Thomas Dolak die Ehrung vorgenommen hat". Dolak, der während der Saison schwer erkrankt war, wurde von den Fans mit lauten Sprechchören gefeiert – ebenso wie die beiden Altstars Khaidarov und Mares. Der gebürtige Brünner Mares kam einst als 14-jähriger Schüler aus Tschechien nach Freiburg. Thomas Dolak hatte ihn damals schon als Jugendlichen trainiert. Genauso wie der 45-jährige Khaidarov ist Mares dem EHC heute als Jugendtrainer verbunden. "Wir haben in den Jugendmannschaften unheimlich viele Talente, da kommt etwas nach", so Mares, heute 32 Jahre alt.

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Das Freiburger Eishockey ist auf dem Weg nach oben: Das bewies die aus vielen jungen Spielern gebildete Regionalligamannschaft, die sich durch ein ungefährdetes 8:5 gegen die Gäste aus Stuttgart souverän den Meistertitel in der Regionalliga sicherte und nun in die Oberliga, das ist die dritte Liga, aufsteigt. Der Erste Bürgermeister Otto Neideck übergab den Meisterschaftspokal an EHC-Käpt'n Patrick Vozar – das war der Auftakt einer ausgiebigen Meisterfeier der Mannschaft mit den Fans. "Nie mehr vierte Liga", sang der Anhang – und die erfolgreichen Kufencracks gönnten sich schon auf dem Eis eine Siegerzigarre, mit Meister-T-Shirt und Meisterkäppi.

Ein solches trug auch EHC-Vorsitzender Werner Karlin, der auf der Tribüne zufrieden strahlte. "Ab morgen früh 8 Uhr wird weiter an der Zukunft gearbeitet", meinte er schmunzelnd.

Autor: Joachim Röderer