Partnersuche

Ein Start-up aus Freiburg will Singles zusammenbringen

Holger Schindler

Von Holger Schindler

Di, 11. Juli 2017

Freiburg

Das Freiburger Unternehmen Caliope will die Partnersuche entspannen – durch ungezwungene Events.

Wer auf Partnersuche ist, landet heute meist im Internet – Online-Singlebörsen und Online-Datingportale boomen. Ein Freiburger Start-up-Unternehmen will nun mit einem neuartigen Konzept auf diesem Markt mitmischen und dabei etwas Natürlichkeit und Lässigkeit ins Thema zurückbringen. Caliope, so der Name des Unternehmens, setzt auf ungezwungenes Kennenlernen in kleinen Gruppen bei vergnüglichen Unternehmungen.

Gut elf Millionen Menschen sind laut Schätzungen der Branchen derzeit regelmäßig auf Datingportalen unterwegs. Mehr als 2500 Singlebörsen buhlen mittlerweile im deutschsprachigen Raum um die Gunst der Kunden. "Wer sich aber ein wenig umhört, der stellt schnell fest, wie nervig und auch enttäuschend für viele die Partnersuche auf diesem Weg ist", sagt Firat Delipalta. Der 30-Jährige Luft- und Raumfahrtingenieur führt ein Unternehmen für Software- und App-Entwicklung namens Naxcon. Doch gemeinsam mit Geschäftspartnerin Julia Jost (32) hat er nun ein neues Projekt gestartet, das die internetgestützte Partnersuche umwälzen soll.

"Bei Caliope geht es darum, dass wir Menschen in kleinen Gruppen zu schönen Unternehmungen zusammenbringen", erklärt Julia Jost – zum Beispiel zu einem Bowlingabend, zum Klettern oder zu einem gemütlichen Treffen in einer Kneipe.

"Bei uns gibt es

keine Fakeprofile"

Julia Jost, Caliope
"Dabei achten wir auf ein möglichst ausgewogenens Geschlechterverhältnis und darauf, dass die Leute vom Alter und ihrer Lebenssituation her zusammenpassen, soweit wir das auf Basis der Anmeldeinformationen und unserer Intuition hinbekommen", sagt Firat Delipalta. Wer bei dem kleinen Event Gefallen an einem anderen Teilnehmer der Gruppe findet, spinnt entweder direkt einen engeren Kontakt oder kann dies auch im Nachgang bei Caliope so angeben. Kommt von der betreffenden Person ebenfalls eine positive Rückmeldung, erhalten beide die Kontaktdaten des jeweils anderen.

"Bei uns gibt es keine Fakeprofile, kein wochen- oder gar monatelanges Hin-und-her-Schreiben und keine übersteigerten Erwartungen", so Julia Jost. "Natürlich kann es auch bei Caliope Enttäuschungen und Herzschmerz geben, aber das Setting ist einfach entspannter", so die Mitunternehmerin. "Und man verbringt auf jeden Fall einen anregenden, interessanten Abend", ergänzt Kurt Kiesewetter (65) vom Caliope-Team. Wer sich über Caliope zu einem Kleingruppen-Event anmeldet, bezahlt dafür einmalig 15 Euro Gebühr – Mitgliedschaften und Abos gibt es nicht. "Wir haben zum Jahreswechsel begonnen und mittlerweile nehmen monatlich bis zu 130 Menschen an den Treffen teil", so Firat Delipalta – im Alter von 35 bis 75 Jahren. Jetzt wolle man das Konzept auf andere Städte ausdehnen.

Weitere Infos gibt es online unter http://www.caliope.de.