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14. November 2017

Erst der Sturm, dann der Schnee – viel Arbeit für die Feuerwehr

Das Wetter wird ungemütlich, die Folgen werden spürbar: Die Feuerwehren des Landkreises sind allein am Sonntag rund 70 Mal im Einsatz.

  1. Am Montag war die Straßenmeisterei auf der B 31 gefragt, am Sonntag hatten die Feuerwehren mit Hochwasser zu kämpfen, wie in Oberried. Foto: Seeger/dpa/Alexander Jautz

  2. Foto: Alexander Jautz

Sturm und Hochwasser am Sonntag, schneeglatte Straßen am Montag: das Wetter wird unbequemer. Allein am Sonntag sind die Feuerwehren im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zu 70 Einsätzen gerufen worden, 185 Einsatzkräfte waren beteiligt, sagt Kreisbrandmeister Alexander Widmaier.

Hauptsächlich betroffen waren die Bereiche um Kirchzarten und das Markgräflerland. Im Osten Freiburgs trat die Dreisam über die Ufer, Bäume stürzten um. Der Betrieb der Höllentalbahn wurde gleich zwei Mal unterbrochen. Gegen 10.30 Uhr stürzten Bäume auf die Oberleitung, erst um 13.30 Uhr konnten wieder Züge fahren. Zwischen 15 Uhr und 17.30 Uhr dann erneut Stillstand auf der Bahnstrecke, der Grund diesmal: ein Stromausfall. Auch ein Großteil der Haushalte in Kirchzarten war davon betroffen.

In Bad Krozingen trat der Neumagen über die Ufer. Aus dem Katastrophenschutzzenrum wurden rund 2000 Sandsäcke an die Feuerwehren verteilt. Dort hält der Landkreis eine Reserve an Sandsäcken für genau solche Fälle wie die Wetterlage am Wochenende vor. Die Feuerwehren holen die Hochwasserbarrieren mit eigenen Transportfahrzeugen ab. In dem Zentrum im Gewerbepark Breisgau werden die Säcke mit einer Spezialmaschine bei Bedarf schnell mit Sand befüllt.

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Sandsäcke aus dem Katastrophenschutzzentrum

Erst vor wenigen Tagen gab es im Landkreis eine Katastrophenschutzübung, das Szenario: Sturm und Dauerregen im Dreisamtal und dem Hochschwarzwald, unterspülte Straßen, Ausfall der Höllentalbahn. Eine gute Vorbereitung für die einsatzkräfte also? "Das Szenario der Übung ging deutlich über die Lage am Sonntag hinaus", sagt Widmaier. Die Feuerwehren der Gemeinden hätten ihre Einsätze ohne Unterstützung anderer Wehren im Griff gehabt. "Die Feuerwehren der Gemeinden sind sehr gut ausgestattet und vorbereitet", sagt Widmaier. Bei größeren Lagen können auch Feuerwehren aus anderen Gemeinden zur Unterstützung hinzugerufen werden. Anzahl und Stärke der Einsätze werden analysiert und dann darüber entschieden, wie unterstützt werden kann. Dies sei am Sonntag trotz der Häufung im Dreisamtal aber nicht notwendig gewesen. "Besonders Kirchzarten ist mit mehr als 100 Aktiven eine sehr leistungsfähige Wehr", sagt Widmaier. Wenngleich einige Feuerwehrleute sehr lang im Einsatz gewesen sind.

Und nach dem Sturm sendete der Winter seine ersten Vorboten – mit all seinen Folgen für den Verkehr. Vor allem im Höllental kam es deshalb zu Verkehrsproblemen, da Lastwagen liegenblieben. Im Hochschwarzwald gab es außerdem zahlreiche Unfälle, auch weil Autos noch mit Sommerreifen unterwegs waren.

Autor: Sebastian Wolfrum