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30. Januar 2009
Erster Erfolg der Boykottierer
Quorum an der KFH erreicht
Erster Erfolg in Sachen Studiengebührenboykott für die Kampagne "Gebührenfrei": An der Katholischen Fachhochschule (KFH) wurde bereits gestern, einen Tag vor dem eigentlichen Stichtag, das Quorum erreicht. Will heißen: 125 Studierende der KFH haben bislang die 500-Euro-Gebühr anstatt an die Hochschulverwaltung auf das Treuhandkonto der Boykottl-Initiatoren eingezahlt. Die von den KFH-Studierenden festgesetzte Mindestzahl lag bei 120 Einzahlern.
Mit dem Boykott wollen die Studierenden Druck auf die Hochschulleitung ausüben. Studenten trafen sich gestern mit KFH-Rektor Edgar Kösler zum Gespräch mit dem Ziel, eine sozialverträglichere Gebührenordnung einzuführen. So soll die neue Geschwisterregelung, die an den staatlichen Hochschulen gilt, übernommen werden: Wer zwei oder mehr Geschwister hat, wird von den Gebühren befreit. Zudem will die Hochschule gemeinsam mit den Studierenden Daten der Studierenden erheben und auswerten, um Infos über ihre persönliche Situation und ihre Bedürftigkeit zu bekommen. Und wer am Ende seines Studiums 10 000 Euro Bafög zurückzahlen muss, soll laut Vereinbarung ebenfalls befreit werden. "Ich möchte, dass die Doppelverschuldung verhindert wird", so Rektor Kösler gegenüber der BZ.
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Trotz dieser Vereinbarungen, die die Hochschulleitung auch der Gesellschafterversammlung vorlegen will, wollen die KFH-Studierenden ihren Boykott nicht abbrechen. Rektor Kösler hat derweil angekündigt, die Mahnfrist von zwei auf drei Wochen zu erweitern und keine Mahngebühren zu erheben.
"Ich nehme das Votum der Studierenden durchaus ernst und sehe die Kooperation als Ausdruck dafür, dass sich beide Seiten ihrer sozialen Verantwortung bewusst sind."
Autor: fz
