Straßennamen-Diskussion

Erzdiözese gibt Alban-Stolz-Haus einen neuen Namen

Sina Gesell

Von Sina Gesell

So, 22. Januar 2017 um 17:49 Uhr

Freiburg

Schon in der Diskussion um die Straßennamen hatte das Erzbistum angekündigt, Konsequenzen für das Studierendenwohnheim zu ziehen, das nach einem antisemitischen Theologen benannt ist. Nun heißt es "St. Alban Haus".

Das katholische Alban-Stolz-Haus in Littenweiler heißt ab sofort "St. Alban Haus". Dies teilt die Erzdiözese in einer Pressemitteilung mit. Am Sonntag hat Erzbischof Stephan Burger das Studierendenwohnheim bei einem Besuch der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) umbenannt.

Alban Stolz, nach dem das Gebäude bislang benannt war, war in der Diskussion um die Umbenennung der Straßennamen in die Kritik geraten (Hintergrund).

Weil die nach dem vor allem wegen seiner antisemitischen Äußerungen umstrittenen Theologen benannte Straße in Zähringen einen anderen Namen bekommen soll, hatte die Erzdiözese bereits angekündigt, auch für das Alban-Stolz-Haus Konsequenzen zu ziehen.

Heiliger Alban von Mainz

Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten sich laut Ordinariat mit großer Mehrheit für den Heiligen Alban von Mainz als künftigen Namensgeber des Wohnheims gestimmt – einem Priester, Missionar und Märtyrer aus dem vierten Jahrhundert.

Dies ermögliche ihnen, auch weiterhin vom "Alban" als ihrem Haus zu sprechen, ein Gebrauch, der schon seit vielen Bewohner-Generationen eingeübt sei, sich aber längst von der Person Alban Stolz abgelöst habe.

Konsequenzen hatte die Erzdiözese auch für das Alban-Stolz-Denkmal vor der Konviktskirche an der Ecke Herren- und Schoferstraße angekündigt. Die Büste aber steht noch.

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