Fast 180 000 Mal hat’s im Internet geklickt

Uwe Mauch

Von Uwe Mauch

Do, 28. Dezember 2017

Freiburg

Der Energieversorger Badenova ist zufrieden mit seiner Marketing-Aktion auf der Wiwilí-Brücke kurz vor Weihnachten.

Knapp 170 000 Mal ist das Video von der beleuchteten Wiwilí-Brücke im sozialen Netzwerk Facebook angeklickt worden. Gut 8600 Nutzer haben es auf dem Videokanal Youtube angeschaut. Mit der Resonanz auf seine Marketingaktion vor knapp zwei Wochen (die BZ berichtete) ist der Freiburger Energieversorger Badenova "sehr zufrieden", wie Maren Zurnieden von der Unternehmenskommunikation mitteilt. Wie viel es gekostet hat, die 40 000 LED-Lämpchen zu installieren und das Konzept für die aufsehenerregende Aktion zu entwickeln, bleibt Betriebsgeheimnis.

Entstanden ist die Idee unter den Beschäftigten, die im Vertrieb für Privatkunden zuständig sind. Sie wollten eine Imageaktion initiieren, die die Menschen zur Weihnachtszeit überrascht und "ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert", wie Maren Zurnieden erklärt. Mehrere Wochen nahmen die Planungen in Anspruch. Sie mussten auch mit dem städtischen Garten- und Tiefbauamt abgestimmt werden, das für Freiburgs Brücken zuständig ist. Auch die Bahn AG sei im Vorfeld informiert worden – die blaue Wiwilí-Brücke führt über Zuggleise.

Das Beleuchtungskonzept wurde mit der Freiburger Firma Tecstage entworfen: Sobald ein Neugieriger den 2,50 Meter großen Lichtschalter vor der blauen Brücke betätigte, gingen die Lichter zeitversetzt an. Gleichzeitig ertönte Musik aus den Lautsprechern. Wurde der Schalter erneut betätigt, gingen Licht und Musik wieder aus. "Das emotionale Erlebnis stand im Vordergrund", sagt Zurnieden. Das weiße Licht wurde ergänzt um blaue Spots, um den Bezug zu Brücke und Badenova herzustellen. Die optisch besten Szenen der vierstündigen Aktion hat die Freiburger Firma Burger-Film festgehalten.

Tanzen, küssen und filmen

Die Rückmeldungen waren laut Badenova "extrem positiv". Der Film zeigt, wie Menschen spontan tanzen, sich küssen, filmen. Viele hätten es begrüßt, wenn die Aktion an den Folgetagen wiederholt worden wäre, berichtet Zurnieden. Und Badenova hätte die Installation auch gerne noch länger belassen. Da jedoch viele sehr teure Elemente, wie etwa Lautsprecher und Scheinwerfer, verbaut worden seien, war allein schon für die Nacht auf Freitag ein Sicherheitsdienst nötig, der stündlich kontrollierte – trotzdem seien zehn Lichterkettennetze geklaut worden.

Für 2018 ist laut Badenova wieder eine Aktion geplant. Wieder als Überraschung.

Das Video gibt’s auf mehr.bz/lichterbruecke