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28. Juli 2009 12:08 Uhr

Entscheidung des VGH

Freiburger Reaktionen auf die Aufhebung des Alkoholverbots

Aus Freiburg liegen erste Reaktionen auf die Aufhebung des Alkoholverbots im Kneipenviertel Bermudadreieck vor. Kläger John Philipp Thurn, OB Salomon und die Gastronomen haben sich zum Spruch des VGH geäußert.

  1. Stein des Anstoßes: Öffentliches Trinken auf den Straßen und Gassen rund ums Freiburger Martinstor. Foto: Michael Bamberger

Kläger John Philipp Thurn zeigte sich erleichtert. "Meine Hoffnung ist, dass die Stadt Freiburg das Urteil akzeptiert", sagte er.Oberbürgermeister Dieter Salomon reagierte ebenfalls: "Wir müssen das Urteil zur Kenntnis nehmen und werden entsprechend handeln." Dennoch sei die Entscheidung, das örtliche Polizeigesetz zu ändern, richtig gewesen. "Wir haben eine Problematik angegangen, die in vielen Städten und Gemeinden besteht und um deren Lösung sich die politisch Verantwortlichen kümmern müssen."

Polizeipräsenz und Alkohol-Depots

Die Gastronomen im Bermuda-Dreieck glauben nicht, dass sich durch die Aufhebung des Alkoholverbots im Viertel etwas ändert: "Wichtiger als das Verbot war ohnehin die verstärkte Präsenz der Polizei", sagt Christine Cosar, Betreiberin des Café Journal. Holger Probst vom Lokal "Maria" wiederum hat beobachtet, dass viele Jugendliche in den Wochenendnächten statt in der Verbotszone zu trinken, Depots mit Flaschen außerhalb des Gebiets - etwa auf dem Uni-Innenhof - anlegten. Probleme wie im Bermuda-Dreieck geben es auch anderswo: "Solche Schwierigkeiten wie Freiburg haben alle Städte mit Ausgehvierteln."

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Das Urteil: Gericht hebt Alkoholverbot auf
Dokumentation: Begründung des VGH im Wortlaut
Hintergrund: Richter äußern Bedenken gegen Alkoholverbot

Autor: Joachim Röderer mit Material von DPA