Ausflugslokal

Freiburger Softwarefirma betreibt jetzt längerfristig das Jesuitenschloss

Holger Schindler

Von Holger Schindler

Do, 02. Februar 2017

Freiburg

Das Jesuitenschloss gehört zu den schönsten Ausflugslokalen rund um Freiburg, mit bester Aussicht auf die Stadt. Die Softwarefirma Triagos ist seit Oktober als Betreiber dabei - und will den Betrieb aufrecht erhalten.

Allerdings war, nachdem der langjährige Pächter Peter Bitsch im Frühjahr 2016 den Betrieb abgegeben hatte, nicht klar, wie es längerfristig mit dem am Schönberg auf der Gemarkung von Merzhausen gelegenen Restaurant weitergehen würde. Nach dem Abgang von Bitsch hatte Solveig Hansen zwei Monate lang einen sogenannten Popup-Gastrobetrieb aufgezogen. Anschließend war mehrere Monate geschlossen.

Anfang August vergab dann die Stiftungsverwaltung Freiburg als Eigentümerin das Lokal an die Freiburger Softwarefirma Triargos. Diese sollte übergangsweise die Bewirtung wieder aufnehmen. Die Stiftungsverwaltung wollte derweil nach einem neuen Gesamtkonzept für das Anwesen suchen. Nun steht fest: Triargos bleibt für mindestens weitere drei Jahre Mieter der Gaststätte – und dazu auch noch des Erdgeschosses und des ersten Obergeschosses im Schloss selbst. Das bestätigte auf Anfrage Stiftungsdirektorin Marianne Haardt. Im November seien die Verträge unterzeichnet worden.

Das Lokal will Triargos so weiterführen, wie es sich seit Oktober präsentiert. Joachim Dreher (60), der zuvor in Berlin und Konstanz tätig war, hat die Küche übernommen. Allerdings nimmt die Softwarefirma zwei Partner mit hinein in die Betreibergesellschaft: den Freiburger Verein "Matthias-Grünewald-Kunstschule" und den Stuttgarter Verein "Kukuk-Kultur". Maßgeblich geprägt haben das Restaurant seit Oktober auch Lea Häußler (21) und Julia Burkhardt (30) als Betriebsleiterinnen.

"Unser Konzept basiert auf gesunder, regionaler Küche, gutem Service und fairen Preisen, die sich auch Familien leisten können", erklärt Julia Burkhardt. Das Speisenangebot umfasse zum einen gutbürgerliche Klassiker wie Schnitzel oder Käsespätzle sowie Flammkuchen, zum anderen aber auch eine Beikarte mit saisonal wechselnden kreativen Gerichten, insbesondere auch vegetarischen.

Das Restaurant bietet drinnen 75 Plätze und auf der Terrasse weitere 150. Derzeit sind 16 Menschen im Restaurant beschäftigt. Geöffnet ist in der kalten Jahreszeit Dienstag bis Donnerstag, 15 bis 22 Uhr, Freitag, 11.30 bis 22 Uhr, Samstag, 11 bis 22 Uhr, und Sonntag, 10 bis 21 Uhr. Montag ist Ruhetag. Was die Triargos mit den Räumen im Schloss vorhat, will das Unternehmen in Kürze bekannt geben.