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26. März 2009

Freiburgs Skateboarder wollen mehr Raum

Die Initiative Skatepark Freiburg sammelt Unterschriften.

Etwa 2000 aktive Skateboarder gibt es in Freiburg, aber um den Sport auszuüben scheint ihnen ihre Stadt alles andere als ideal. Es mangelt an offiziellen Skateplätzen, und die, die es gibt, sind überfüllt. Die Jugendinitiative Junges Freiburg, das Projekt "Skatement" des Jugendbüros und zwei Freiburger Skateboard-Geschäfte möchten diesen seit einiger Zeit erkannten Mangel nun gemeinsam beheben: Mit einer Unterschriftenaktion wollen sie für einen neuen, zentralen Skatepark kämpfen.

"Es gibt zur Zeit nur drei legale Treffpunkte für Freiburgs Skater", erklärt Junges Freiburg-Stadtrat Sebastian Müller. Einer davon, der Platz hinter dem Haus der Jugend, dürfe aus Lärmschutzgründen nicht immer benutzt werden, die Skateboard-Rampe in Landwasser sei bei den heutigen Skatern nicht mehr gefragt, und der Platz im Rieselfeld sei ständig überfüllt und nicht zentral genug, sagt er. Aus der Not heraus trifft sich Freiburgs Skaterszene seit Jahren am Busbahnhof. Ein paar alte Holzpaletten haben sich die jungen Leute als Hindernis aufgestellt, und Spaß scheinen sie auch hier zu haben. Doch der Busbahnhof birgt für den rasanten Sport große Gefahren: Viele Skater auf engem Raum erhöhen die Verletzungsgefahr, mit Busfahrern bekommen sie immer wieder Ärger, und einige Unfälle hat es auch schon gegeben. "Ein Freund von mir hat einmal nicht aufgepasst. Dann hat ihn ein Bus mitgenommen, und er lag ein halbes Jahr im Krankenhaus", erzählt der Skater Carlo Ritter (17). Er und seine Freunde haben schon alle für einen neuen Skatepark unterschrieben, am liebsten wäre ihnen der Platz hinter dem alten Wiehrebahnhof.

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Mit dem Garten- und Tiefbauamt hat die Initiative schon über mehrere mögliche Orte verhandelt. Alternativen zur Wiehre wären ein Platz in der Nähe der Messe und einer in Zähringen. "Den Skatern würde es in der Wiehre am besten gefallen, aber die Hauptsache ist, dass sie sich auf mehr Fläche verteilen können, und dass die Situation am Busbahnhof entschärft wird", findet Sebastian Müller.

Wie teuer der gewünschte Park wäre, ist noch nicht klar. Die Kosten für den Bau des Skateparks im Rieselfeld vor vier Jahren lagen bei knapp 70000 Euro. Um die neue Anlage zu finanzieren erhofft die Initiative sich Zuschüsse von der Stadt. Bis zu den Pfingstferien wollen die Skater 2000 Unterschriften gesammelt haben, die dann Oberbürgermeister Dieter Salomon überreicht werden sollen. "Dann ist er am Zug, schließlich ist die Stadt auch für Sport und Jugendkultur verantwortlich", so Müller. Bis dahin werden Unterschriftenlisten in Jugendzentren, Schulen und Geschäften ausliegen.

Autor: Veronika Keller