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09. Dezember 2008 17:23 Uhr
Rückmeldefrist endet am 15. Dezember
Gebührenboykott an der Musikhochschule
Mittlerweile wird an vier Freiburger Hochschulen versucht, einen Boykott der Studiengebühren auf die Beine zu stellen. An der Musikhochschule geht der Versuch eines Boykotts auf die Zielgerade, am kommenden Montag endet die Rückmeldefrist.
Nicht nur Studierende der Universität und der Pädagogischen Hochschule bereiten einen neuen Boykott der Zahlung der Studiengebühren vor. Auch an den beiden kleineren Freiburger Hochschulen – der Musikhochschule und der Katholischen Fachhochschule – wurden Treuhandkonten eingerichtet, auf die die Studierenden die 500 Euro Semestergebühr einzahlen sollen.
An der Musikhochschule endet – anders als an den anderen Freiburger Hochschulen – die Rückmeldefrist bereits am kommenden Montag, 15. Dezember. Mitte kommender Woche steht dort demnach fest, ob die Boykottler genügend Mitstreiter gewinnen konnten. Das Quorum – die festgesetzte Mindestzahl der Boykott-Teilnehmer – liegt bei 117 Studierenden. Anfang dieser Woche war es allerdings erst zu rund zehn Prozent erreicht. Der französische Musikstudent Matias Pérez, einer der Organisatoren der "Gebührenfrei"-Kampagne, glaubt aber, dass die Lage nicht aussichtslos ist, da viele erst in den letzten Tagen der Rückmeldefrist die 500 Euro überweisen würden.
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Gebührenpflichtig sind an der Musikhochschule 420 von 534 Studierenden, Erasmus-Austauschstudenten und Aufbaustudenten zahlen keine Gebühren. Die Gebühren bringen der Musikhochschule jährlich 420000 Euro ein – Geld, das laut Kanzler Manfred Klimanski unter anderem dafür dafür verwendet wird, Instrumente anzuschaffen und zu sanieren, Übungsräume neu und besser auszustatten und den Bereich Jazz für Lehramtstudenten einzuführen."All das wäre ohne die Gebühren nicht möglich", sagt Klimanski. Einem Boykott sieht er gelassen entgegen: "Das lässt uns noch keine grauen Haare wachsen." Ohnehin geht der Kanzler davon aus, dass der Boykott scheitert, da die Eltern vieler Musikstudenten aus es gewohnt seien, hohe, bis zu sechsstellige Beträge in die Musikausbildung ihrer Kinder zu stecken.
Autor: fz
