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03. Mai 2017 18:43 Uhr

Freiburg

Gemeinderat billigt neues Außenbecken fürs Westbad

Der Freiburger Gemeinderat genehmigt überraschenderweise 200 000 Euro für die Planung eines neuen Außenbeckens im Westbad. Das alte ist seit dem Jahr 2003 gesperrt.

  1. Köpfer verboten – und baden auch: Das Freibad dümpelt marode vor sich hin. Foto: Ingo Schneider

Der Gemeinderat hat eine Planungsrate für ein neues Freibad im Freiburger Westen beschlossen. 200 000 Euro gab das Stadtparlament frei. "Das ist kein Nasenwässerle, da kann man schon mal ordentlich planen", sagte am Mittwoch Nicolai Bischler zum überraschenden Beschluss am Vorabend. "Wir freuen uns, es ist der erste Schritt", so der Vorsitzende des Freundeskreises Freibad West.

Becken seit 14 Jahren gesperrt

Vor 14 Jahren wurde das Außenbecken des Westbads gesperrt, das seither reines Hallenbad ist und für etwa zehn Millionen Euro rundumsaniert wurde. Das Freibad wurde immer maroder. Geld dafür gab es nie. Erst im Januar hatte Oberbürgermeister Dieter Salomon erklärt, dass es viele Projekte in Freiburg gebe und im Westen der Stadt zum Beispiel in die Sundgauallee investiert wurde. Das Außenbecken habe keine Priorität, sagte der OB beim Bürgerverein Betzenhausen-Bischofslinde. Dessen Chef sitzt dem Freundeskreis vor und hat vor den Haushaltsberatungen mit den Fraktionen gesprochen. "Der Westen wächst und wächst und wächst, und für die Infrastruktur wird nichts gemacht", meinte Bischler.

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Unklar ist, was geplant werden soll

Das Geld für die Planung hatten sowohl die Fraktion der SPD als auch Unabhängige Listen, Freiburg Lebenswert und Freie Wähler beantragt. Unklar ist, was genau geplant werden soll. Im Antrag der Freien Wähler ist die Rede von einem Naturbad, die anderen Anträge lassen den Punkt offen, abgestimmt wurde aber über alle in einem Aufwasch.

Der Gemeinderat hatte eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, wonach ein Naturbad rund 2,5 Millionen Euro kosten, ein konventionelles Chlorbad etwa 4,5 Millionen Euro. Im Anschluss gab es Debatten um laufende Kosten und das Risiko, das Wasser könnte kippen.

"Unser Herz schlägt für das Naturbad", erklärte Nicolai Bischler am Mittwoch: Es wäre günstiger, etwas Besonderes und passend zu Freiburg; die Bedenken könnten ausgeräumt werden. "Aber das Allerwichtigste ist, dass überhaupt ein Freibad kommt." Feiern will Bischler übrigens erst, wenn er in Badehosen am neuen Außenbecken steht.

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Autor: Simone Höhl