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22. November 2011

Gemeinsam gewichtiger

Unternehmen im Gewerbegebiet Haid gründen Interessengemeinschaft – und wollen mehr Gehör.

  1. Das Luftbild zeigt einen Teil des Gewerbegebiets Haid. Oben links liegt das VAG-Betriebsgelände. Foto: Sasse

  2. Christian Schulz - Geschäftsführer von Extrol Freiburg, Vorsitzender der IG Nord und designierter Vorsitzender der IG Haid Foto: Privat

Seit 40 Jahren gibt es das Freiburger Gewerbegebiet Haid. Nun wollen einige der dortigen Betriebe eine Interessengemeinschaft ins Leben rufen, welche gemeinsame Anliegen vertreten und den Informationsaustausch untereinander und mit der Stadtverwaltung erleichtern soll. Mitinitiator und designierter Vorsitzender ist Extrol-Chef Christian Schulz. Der 38-Jährige sitzt seit sechs Jahren auch der Interessengemeinschaft Industriegebiet Nord vor.

"Im Industriegebiet Nord haben wird seit 1996 eine Interessengemeinschaft. Rüdiger Dollhopf, der damalige Rhodia-Vorstandsvorsitzende, hat sie ins Leben gerufen", berichtet Christian Schulz. "Das hat sich sehr bewährt. Wir ziehen an einem Strang, wir können uns austauschen und es gibt eine Vernetzung – zuletzt beim Papstbesuch", so der Unternehmer weiter. Vor sechs Jahren hat er den Vorsitz der IG Nord übernommen. Derzeit gibt es 65 Mitgliedsfirmen. Die Extrol Mineralöle Schulz GmbH, die er mit seinem Onkel führt, betreibt sowohl im Industriegebiet Nord als auch im Gewerbegebiet Haid Tank- und Autowaschzentren. "Auf der Haid haben wir eine solche Vernetzung aber bislang bitter vermisst", sagt Schulz.

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Darum hat er nun gemeinsam mit anderen Unternehmern wie etwa Thomas Liebherr von Ketterer & Liebherr und Volker Speck von der Daimler-Benz-Niederlassung auf die Gründung eines entsprechenden Zusammenschlusses hingearbeitet. Die Gründungsversammlung der IG Haid ist auf Donnerstag, 19 Uhr, bei Daimler-Benz, St. Georgener Straße 1, angesetzt. Schulz: "Wir haben schon 35 Anmeldungen, das ist ermutigend." Die Firmen zahlen 90 Euro Beitrag im Jahr. Es gibt eine neue Haid-Website (http://www.ig-freiburg-haid.de – ab Freitag). "Und unsere Anliegen bekommen mehr Gehör", so Schulz, "etwa unser Informationsbedarf bei der geplanten Haid-Erweiterung". Die städtische Wirtschaftsförderung FWTM begrüßt die Gründung der IG Haid.

GEWERBEGEBIET HAID

Das Gewerbegebiet Haid bildet die Südwestecke des Freiburger Kernstadtgebiets. Im Jahr 1970 begann die Erschließung der Gewerbeflächen. Derzeit sind dort auf insgesamt rund 170 Hektar rund 450 Unternehmen verschiedenster Größen und Branchen ansässig – unter anderem Haufe-Lexware, Hüttinger, die Solarfabrik, die Mercedes-Benz-Niederlassung und der Real-Markt-Süd. Zusammen beschäftigen die Firmen etwa 7500 Menschen.  

Autor: hos

Autor: Holger Schindler