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23. März 2009

Grüne Alternative findet nur 30 Kandidaten

Für ein tolerantes und entspanntes Freiburg: Auf den Spitzenplätzen kandidieren Monika Stein, Konstantin Görlich und Coinneach McCabe für den Gemeinderat.

Eine gelungene Listenaufstellung zur Kommunalwahl am 7. Juni sieht anders aus. Mit Mühe gelang es der "Grünen Alternative Freiburg" (GAF) am Freitagabend, zumindest für 30 von insgesamt 48 möglichen Listenplätzen Kandidaten zu nominieren. Offen bleibt, ob es der neuen Gruppierung bis zum Stichtag am 9. April gelingt, noch weitere Bewerber an Land zu ziehen.

Ohne Gegenkandidaten schafften die vor einem Jahr aus der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ausgetretenen Stadträte Monika Stein und Coinneach McCabe den Sprung auf die Plätze eins und drei. Als Listenzweiter wurde Konstantin Görlich nominiert. Der 26-Jährige wurde Anfang des Jahres zum Vorsitzenden der GAF gewählt, studiert Jura, Soziologie und Geschichte und will sich vor allem um die Interessen der Studierenden in der Stadt kümmern. Bei der einzigen Kampfkandidatur des Abends um Platz vier setzte sich der Unternehmer Axel Rutz knapp gegen den Straßenmusiker Eddie Punch durch. Von den knapp 30 stimmberechtigten Mitgliedern der Grünalternativen beteiligten sich 13 an der Listenaufstellung in der Gaststätte Goldene Krone.

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In ihrem gekürzten Grundsatzprogramm bezeichnet sich die GAF als Wählerinitiative, die für ein tolerantes, buntes und entspanntes Freiburg steht. Grüne Politik definiert die Newcomer-Liste als Verbindung von Ökologie, Selbstbestimmung, lebendiger Demokratie und Gerechtigkeit. Im vorläufigen Programmentwurf wird das im Vauban geplante "Green Business Center" als "Bausünde" abgelehnt. Stattdessen unterstützt die GAF das vom örtlichen Stadtteilverein vorgestellte Gegenmodell mit Grünflächen, Infogebäude und Ausstellungsgebäude.

Über den geplanten Stadttunnel konnte sich die GAF bisher zu keiner Aussage durchringen. Während Stadtrat McCabe einen Tunnel unter der Dreisam aus ökologischen Gründen ablehnt, kann Konstantin Görlich einem solchen Bauwerk durchaus positive Seiten abgewinnen. Auf einer weiteren Mitgliederversammlung sollen die wichtigsten Programmpunkte verabschiedet und Kandidaten für die noch freien Listenplätze nachgewählt werden. Um künftig nicht von anderen Splittergruppen abhängig zu sein, strebt die GAF für die Wahl im Juni ein drittes Mandat und damit Fraktionsstärke an. Damit sie überhaupt zur Wahl zugelassen wird, muss sie bei der Stadt Freiburg 250 Unterstützerunterschriften vorlegen.

Autor: Andreas Peikert