08. Oktober 2009
Freiburg-Haslach
Haslacher Bad: Warme Töne und kleine Macken
Das Haslacher Bad zieht nach seiner Sanierung fast doppelt so viele Besucher an wie vor dem Umbau
Großer Andrang bis in die späten Abendstunden herrscht zurzeit im Haslacher Hallenbad trotz des anhaltenden Altweibersommers mit fast schon freibadtauglichen Temperaturen. Seit drei Wochen hat das gerade sanierte Schwimmbad jetzt wieder für das Publikum geöffnet. Abgesehen von einigen Kleinigkeiten, die noch fehlen oder gewöhnungsbedürftig sind, hat es seine Bewährungsprobe bestanden.
An seinem letzten Öffnungstag vor der vorübergehenden Schließung konnte das Haslacher Bad mit dem fünfmillionsten Besucher noch einen Rekord verbuchen. Danach wurden die Bade- und Saunagäste von Handwerkern und Bauarbeitern verdrängt. 22 Monate und 4,9 Millionen Euro Sanierungskosten später erstrahlt das mittlerweile 31 Jahre alte Hallenbad in Haslachs Zentrum in neuem Glanz. Im neuen vollverglasten Eingangsbereich an der Carl-Kistner-Straße ist das Bistro der Bäckerei Heitzmann eingezogen, die von hier aus auch die Laufkundschaft bedienen kann. Geöffnet ist das Bistro auch an Sonn- und Feiertagen bis 20 Uhr.Auch die Umkleidekabinen haben die Besucher anders in Erinnerung. Helle Kacheln verdecken nun die Betonwände und der Umkleidebereich ist jetzt in Dunkelrot statt in Gelb gehalten. Im Inneren des Bades erstreckt sich ein neues Holzdach über dem 25-Meter-Becken. Hinzugekommen ist im Badebereich auch ein neues Planschbecken für die kleinen Badegäste sowie ein neuer Ruhebereich hinter den Sprungtürmen.
Werbung
Dem Andrang im Schwimmbad nach zu urteilen freuen sich die Besucher über die Wiedereröffnung und die Neuerungen. Allein am Eröffnungstag strömten 1621 Schwimmer nach Haslach und der Run hält an. Mit im Durchschnitt 700 Badegästen täglich hat das Bad die Anzahl seiner Gäste im Vergleich zum letzten Monat vor der Schließung in den vergangenen drei Wochen fast verdoppelt. Doch da müssen auch Schwimmer, Schulen und Sportvereine aus dem zurzeit geschlossenen Westbad mitgezählt werden, die nun nach Haslach ausweichen.
Ein Hingucker ist auch der komplett renovierte Saunabereich, der nun durch ein Drehkreuz im Schwimmbad betreten wird. Da Damen- und Herrenbereich zusammengelegt wurden, herrscht jetzt mehr Platz zum Entspannen auf den orangenen und gelben Liegen. Neben der 90-Grad-Sauna und dem Sanarium fehlt nur noch die Dampfsauna, die aber bis zum Ende des Monats fertiggestellt werden soll. Dazu muss der Saunabereich voraussichtlich in der letzten Oktoberwoche noch einmal geschlossen werden. Das Entspannen behindern allein noch kleinere Baumängel, wie die fehlenden Schlösser an den Toilettentüren im Saunabereich, die so manchen Saunabesucher doch etwas befremden. "Diese sind aber bereits bekannt und werden schnellstmöglich behoben", wie die Eva-Maria Schröder von der Regio-Bäder-Gesellschaft versichert. Die Saunagäste lassen sich von den kleinen Macken auf jeden Fall nicht arg stören.
Beheizt wird das Hallenbad übrigens seit dem Umbau mit "grüner Wärme" aus klimafreundlichem Bioerdgas und die neuinstallierte Solaranlage produziert ein Jahresvolumen von 60 000 Kilowattstunden Solarstrom, was bei einem Sprung ins erfrischende Wasser auch das ökologische Gewissen der Badegäste beruhigen kann. Was diese aber am meisten freuen wird: Die Preise sind trotz der zahlreichen Neuerungen gleich geblieben.
Hallenbad Haslach: Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14 bis 21 Uhr,
Sonn- und feiertags 9 bis 21 Uhr.
Eintrittspreise: 3,70 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Sauna 8,50 Euro
Autor: Olaf Völker






