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01. Juni 2011

Immobilienkomprass 2011

Immobilien-Studie: Littenweiler ist für Investoren am attraktivsten

Die Zeitschrift "Capital" bewertet Freiburg als Top-Immobilienstandort / Haslach ist lohnender als Wiehre und Herdern.

Freiburg glänzt unter den bundesdeutschen Immobilienstandorten vor allem durch Wertstabilität, weniger durch überdurchschnittlich hohe Renditen für Haus- und Wohnungsbesitzer. Dieses Fazit zieht das Wirtschaftsmagazin Capital bei seinem "Immobilienkompass 2011", für den es 180 deutsche Städte unter die Lupe genommen hat.

Das Ergebnis der Untersuchung bestätigt weitgehend frühere Erkenntnisse – handelt es sich doch bereits um die fünfte Ausgabe dieses groß angelegten Standortvergleichs. Neu sind indes einige leicht warnende Untertöne. So könne ein möglicher Anstieg der Hypothekenzinsen laut Capital Freiburg einen großen Teil der derzeitigen Immobiliennachfrage rauben und den Markt spürbar dämpfen.

Denn der Anteil der reinen Kapitalanleger unter den Immobilieninteressenten ist hoch. So zitiert die Zeitschrift den Chef der Freiburger Sparkassen-Immobiliengesellschaft Thomas Schmidt damit, dass jeder dritte Wohnungsinteressent lediglich eine Kapitalanlage suche und keine neue Bleibe. Die Renditen lägen im Bereich von vier Prozent pro Jahr. Insgesamt erhält Freiburg in dem Vergleich drei von maximal fünf Punkten – und liegt damit hinter Baden-Baden, Heidelberg und Karlsruhe, welche jeweils vier von fünf Punkten für ihre Attraktivität als Immostandort einheimsen.

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Der "Immobilienkompass" beruht auf der Befragung lokaler Makler und Fachleute. In Freiburg waren die Informanten Schemmer Immobilen, Engel & Völkers, Hertle Immobilien, I-Makler, Kirschner Wohnbau, Regio-Immobilien, die Sparkasse, Sprenker Immobilien und das städtische Baudezernat.

Immobilienbesitzer müssen mit stagnierenden Preisen rechnen

Capital beleuchtet bei der Studie elf Stadtteile. Unter dem Gesichtspunkt "Investment-Attraktivität" am besten bewertet wird der Stadtteil Littenweiler: Dort zeigt der Preistrend sowohl bei Häusern als auch Wohnungen – neu und gebraucht – nach oben.

Das ist bei weitem nicht überall so. Im Gegenteil: In Freiburg steht laut der Studie überwiegend Preisstagnation ins Haus – Veränderungen zwischen minus und plus zwei Prozent in den kommenden zwölf Monaten. Auch die Mieten treten laut Capital überwiegend auf der Stelle. Dies könnte damit zu tun haben, dass Freiburgs Haushalte schon 2008 im Schnitt knapp 50 Prozent ihres Budgets für die Miete ausgaben, wie der "Immobilienkompass" berichtet.

Die teuersten Einfamilienhäuser stehen in Freiburg in Herdern und in der Wiehre (bis 2,3 Millionen Euro für Alt- und Neubauten). Herden liegt bei den Preisen für Neubauwohnungen klar vorn mit bis zu 6200 Euro pro Quadratmeter. Schnäppchenpreise gibt es dagegen in Haslach, dem preiswertesten der untersuchten Stadtteile. Dort gibt es Neubaueinfamilienhäuser schon ab 250 000 Euro. Capital beurteilt Haslach denn auch als für Investoren attraktiver als Herdern, die Wiehre und die Altstadt.

Autor: Holger Schindler