In Kappel steht viel Neues an

Paul Nachtwey

Von Paul Nachtwey

Mi, 16. Januar 2019

Freiburg

Beim Neujahrsempfang ging’s um Car-Sharing-Pläne und Veränderungen nach der Kommunalwahl.

FREIBURG-KAPPEL. Beim Neujahrsempfang in Kappel kamen Bürgerinnen und Bürger mit Vertretern aus Kirche, Vereinen und Politik zusammen, um gemeinsam auf anstehende Projekte im neuen Jahr zu blicken. Unter anderem soll der östliche Stadtteil in das Freiburger Car-Sharing-System eingebunden werden, und es soll bessere Taktzeiten für die Buslinie 17 geben.

Apropos Takt: Aus diesem kamen die Empfangsteilnehmer kurz vor Ende der Veranstaltung, als sie im Pfarrgemeindeheim von St. Peter und Paul das "Kappler Lied" ("Dörflein still im Bergeskranz...") anstimmten und dieses zunächst auf die Melodie eines ganz anderen Liedes zu singen versuchten. Schnell wurde aber die richtige Klangfolge gefunden, sodass dann alle Gäste mitsangen.

Zuvor aber lief alles ganz nach Plan. Zum Auftakt hatten zunächst die jungen Musiker des Musikvereins Kappel mit ihrem Vororchester drei Lieder gespielt. Pfarrer Johannes Kienzler ging in seinen einleitenden Worten vor allem auf gesellschaftliche Themen wie Populismus und Verrohung ein: "Wir sollten mutig sein und Worte sprechen, wenn wir mitbekommen, wie Menschen ausgegrenzt werden", sagte er unter anderem.

Ortsvorsteher Hermann Dittmers kündigte einige Projekte für das neue Jahr an. Zum einen stünde in Aussicht, Kappel in das Freiburger Car-Sharing-System einzubinden. "Dafür brauchen wir allerdings etwa 20 bis 30 feste Zusagen zu einer Teilnahme", sagte Dittmers. Er lud die Bürger ins Rathaus ein, um sich dort über die Mitgliedschaft zu informieren. Gutgelegene Stellplätze würden noch gefunden, versicherte er. Außerdem sei in Zusammenarbeit mit der Freiburger Verkehrs-AG (VAG) geplant, die Taktzeiten der Buslinie 17 zu verbessern, um das Umsteigen in die Höllentalbahn am Bahnhof Littenweiler zu erleichtern. Als drittes Anliegen hob der Ortsvorsteher den geplanten Neubau für das Feuerwehrgerätehaus und das Sportheim Kappel hervor, für den er regelmäßig bei der Stadt werbe. Inzwischen seien die ersten wichtigen Gutachten für den Bau nahe der Einfahrt zum Kappler Sportplatz in Auftrag gegeben. Dittmers rief in seiner Rede auch dazu auf, am 26. Mai wählen zu gehen, um über die Zusammensetzung des EU-Parlaments, des Freiburger Gemeinderats und des Ortschaftsrats Kappel mitzubestimmen. "Der neue Ortschaftsrat wird ein neues und jüngeres Gesicht haben", sagte Dittmers. Er selbst werde dem neuen Rat nicht mehr angehören, sagte Dittmers, der Ende Dezember angekündigt hat, in seiner Heimatstadt Verden bei Bremen als Bürgermeister zu kandidieren.

Freiburgers Baubürgermeister Martin Haag ging in seinem Grußwort unter anderem auf die Bebauung des Gebiets Weihermatten ein. "Wir haben seit 2018 einen guten Entwurf, der zu Kappel passt", sagte er und kündigte für 2019 einen Aufstellungsbeschluss an, um die Planungen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Umgesetzt werde in diesem Jahr zudem der Neubau einer Brücke im oberen Großtal, die baufällig geworden war.