Kurzstreckenticket

In manchen Fällen kurios

Klaus Winkler

Von Klaus Winkler (Freiburg)

Mo, 10. Dezember 2018

Freiburg

Im August kommenden Jahres soll in Freiburg das lang diskutierte Kurzstreckenticket für Bus und Straßenbahn eingeführt werden. ("Drei Haltestellen weit für 1,50 Euro", BZ vom 24. November):
Vom Bahnhof bis zum Holzmarkt mit der Straßenbahn zum Preis von 1,50 Euro? Das ist für ein Kurzstreckenticket zu teuer, ein Euro – wie kürzlich genannt – wäre bei drei Haltestellen angemessen; bei 1,50 Euro sollten es zumindest fünf Haltestellen sein.

Vergleichen wir den Preis einfach einmal mit anderen Städten zum Beispiel Berlin: Dort kostet das Kurzstreckenticket im Vierer-Block je 1,40 Euro und kann in Bussen und Straßenbahnen für sechs Stationen, in S- und U-Bahn für drei Stationen benutzt werden.

Wer Berlin ein bisschen kennt: Das bedeutet beispielsweise vom Alexanderplatz bis kurz vor den Potsdamer Platz mit dem Bus oder mit der S-Bahn bis zum Hauptbahnhof.

In Freiburg wirkt sich die Reduzierung auf drei Haltestellen in manchen Fällen kurios aus: vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Heinrich-von-Stephan-Straße mit dem Bus drei Haltestellen, mit der Straßenbahn sechs Haltestellen. Schaut man sich die ländlichen Buslinien an, dann ist man verblüfft, welche Entfernungen dort bei drei Haltestellen überwunden werden.

Da sollte noch etwas gebastelt und verbessert werden. Klaus Winkler, Freiburg