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08. Oktober 2009 18:43 Uhr

Lorettokrankenhaus Freiburg

Jede dritte Hüftprothese defekt?

770 Patienten haben im Freiburger Lorettokrankenhaus ein künstliches Hüftgelenk erhalten. Mittlerweile steht im Raum, dass jede dritte Prothese fehlerhaft ist. Die Ursache der Probleme scheint gefunden.

Ein Konstruktionsfehler soll für die Probleme verantwortlich sein, die bei inzwischen 60 Patienten des Lorettokrankenhauses in Freiburg einen Austausch des künstlichen Hüftgelenks notwendig machen. Dies ist das Ergebnis einer kanadischen Studie, in der Mediziner die Metallionen im Blut von Patienten mit Durom-Großkopfprothesen der Firma Zimmer gemessen haben. Die Spuren von abgeriebenen Metallteilchen im Blut weisen darauf hin, dass wie bisher vermutet tatsächlich das Kunstgelenk den höheren Belastungen der Großkopfkonstruktion nicht gewachsen ist.

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Dennoch geht Marcel Rütschi, der Chef der Orthopädie des Lorettokrankenhauses, weiter davon aus, dass nicht bei allen Patienten ein Austausch der Hüftprothesen erforderlich ist. Anhaltspunkte für Probleme gebe es inzwischen aber bei weiteren 30 Prozent der 770 Patienten. "Mehr Fälle erwarte ich nicht."

Am Freitag, 9. Oktober stellt sich der Orthopäde ab 18 Uhr im Vortragssaal des Loretto-Krankenhauses den Fragen betroffener Personen. Ebenfalls anwesend ist ein Fachmann der Patientenberatung UPD, der Auskunft über juristische Fragen und Patientenrechte gibt.

Fehlerhafte Hüftgelenke: Alles Wissenswerte für Betroffene
Hintergrund: Orthopäden bauen fehlerhafte Hüftgelenke ein
BZ-Interview: Der Orthopäde Marcel Rütschi über die fehlerhaften Prothesen

Autor: Michael Brendler