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10. Oktober 2009
Jugendlichen den Berufsstart erleichtern
In Via, der katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit, feiert sein 100-jähriges Bestehen
Ein ganzes Jahrhundert kann In Via, der katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit, bereits in seinen Geschichtsbüchern zurückblättern. Und zum Jubiläum fällt vor allem eins ins Auge: Die Wandlungsfähigkeit des Verbandes In Via, der es über die Jahrzehnte hin immer wieder geschafft hat, sich den Bedürfnissen seiner Zielgruppe neu anzupassen.
Ging es in den Anfängen von In Via vorrangig darum, Mädchen und Frauen zu beschützen und zu unterstützen, die auf der Suche nach Arbeit in die Städte zogen, kümmern sich die rund 70 fest angestellten und rund 130 ehrenamtlichen Mitarbeiter heute vor allem darum, Jugendlichen den Weg von der Schule in den Beruf zu erleichtern und oft auch überhaupt erst zu ermöglichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Mädchen.
"Man sagt zwar, Mädchen seien die Bildungsgewinnerinnen, aber sie ergreifen nach wie vor vor allem die klassischen Berufe, in denen sie wenig verdienen und kaum Aufstiegschancen haben", sagt Barbara Denz, Freiburger In-Via-Diözesangeschäftsführerin. Daher arbeite der Verband besonders intensiv daran, das Spektrum der Berufswahl für Mädchen zu erweitern.
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Seit diesem Jahr freut sich In Via über die Unterstützung einer sehr prominenten Botschafterin. Die Mountainbikerin Sabine Spitz engagiert sich in vielfältiger Weise für die Anliegen des Vereins. Bei Trainingstagen und anderen Veranstaltungen versucht sie den Jugendlichen ihre Botschaft zu vermitteln: für das eigene Ziel kämpfen, hart dafür arbeiten und sich vor allem nicht von den ersten Schwierigkeiten davon abbringen lassen.
Das Aufgabengebiet von In Via ist auch heute noch vielfältig: Schulsozialarbeit, Qualifizierung in der Jugendberufshilfe, die Bahnhofsmission, Internationaler Mädchen- und Frauentreff oder der Girl’s Day. Dabei kristallisiert sich auch eine neue Herausforderung heraus: "Wir müssen unser Netzwerk erweitern und versuchen, mehr mit Unternehmen zusammenzuarbeiten. Denn wir wollen uns nicht mehr nur im sozialen Bereich bewegen, sondern auch wirtschaftliche Kooperationen entwickeln, die über die reine Vermittlung von Praktikums- oder Ausbildungsplätzen hinausgehen", erklärt Denz den Vorstoß in diese Richtung.
Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen findet unter anderem am 26. November die Fachtagung "Schule als Lebensraum gestalten – Mitverantwortung und Beteiligung" in Zusammenarbeit mit der Schulstiftung der Erzdiözese statt. Es diskutieren Lehrkräfte, sozialpädagogische Fachkräfte sowie Schülerinnen und Schüler.
Autor: cfr
