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27. Oktober 2009 15:01 Uhr

Geständnis

Jugendlicher hat den Brand in der Tullastraße gelegt

Bei einem Brand in der Freiburger Tullastraße ist in der vergangenen Woche ein Familienvater ums Leben gekommen. Jetzt hat ein 15-Jähriger gestanden, das Feuer gelegt zu haben. Der Grund: Er wollte einen Feuerwehreinsatz live erleben.

  1. Ein Jugendlicher hat das Feuer in einem vierstöckigen Wohnhaus in der Tullastraße gelegt, bei dem ein Mann starb. Foto: Ingo Schneider

Bei dem Feuer im Freiburger Norden wurden in der vergangenen Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vier Menschen verletzt, sie mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Der 46 Jahre alter Familienvater starb wohl an den Folgen einer Rauchgasvergiftung, seine zehnjährige Tochter schwebte zeitweise in Lebensgefahr. Allein die Mutter und die ältere Schwester konnten sich unverletzt retten.

Der 15-jährige Tatverdächtige räumte jetzt gegenüber der Kriminalpolizei ein, den Brand in einer Abstellkammer im Erdgeschoss vorsätzlich gelegt zu haben. Zu seinem Motiv sagte er, er habe einen Feuerwehreinsatz live erleben wollen.

Durch Zeugenaussagen kamen die Beamten dem Jugendlichen auf die Spur, der mittlerweile ein Geständnis abgelegt hat. Die von dem Verdächtigen gemachten Angaben stimmen mit den Ermittlungen der Polizei überein.

Das Feuer hatte er offenbar in einem Abstellraum im Erdgeschoss gelegt. Von dort breitete sich der tödliche Rauch im gesamten Haus aus, viele Bewohner retteten sich auf Balkone und wurde von der Feuerwehr über Leitern gerettet. Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich 24 Menschen in dem viergeschossigen Gebäude.

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Bislang wollte die Polizei nicht bestätigen, dass der Täter selbst in dem Haus in der Tullastraße wohnt und sich von der Feuerwehr habe retten lassen.

Täter wieder auf freiem Fuss

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Freiburg wurde der 15-Jährige mittlerweile wieder auf freien Fuß gesetzt. Die zuständigen Behörden bemühen sich um eine Unterbringung des Jugendlichen. Der junge Mann stammt aus schwierigen Familienverhältnissen, sagt Polizeisprecher Ulrich Brecht. Ihm müsse geholfen werden.

Autor: Joachim Röderer, Peter Disch