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16. Juni 2009 18:30 Uhr

Münstereck

Jugendzentrum Z: Galgenfrist bis Sommer

Die Wiederbelebungsversuche für das Jugendzentrum Z sind ernüchternd. Misslingt in der Galgenfrist bis Sommer der Neuanfang, könnte es in Freiburg dauerhaft keine neuen selbstverwalteten Treffpunkte mehr geben.

  1. Am Ende: Das Z am Siegesdenkmal. Foto: Ingo Schneider

Die selbstverwaltete Einrichtung, die vor sieben Jahren stolz als Jugenddenkmal begann, ist heute am Ende: "Z". 520 000 Euro flossen aus dem Stadtsäckel in den Umbau der einstigen Unterführung. Mit rund 300 000 Euro unterstützte die Stadt seither den laufenden Betrieb. Erstaunlich, dass Rathaus und Gemeinderat so viel Geduld und Hoffnung aufbringen, um dem Jugendzentrum eine Perspektive zu bieten. Ganz offensichtlich will niemand der Totengräber sein.

Hat sich die Selbstverwaltung überlebt?

Das "Z" bekommt noch eine Gnadenfrist. Und das ist gut so. Jetzt sind die Jugendlichen am Zug. An ihnen liegt es, ob selbstverwaltete Jugendzentren in Zukunft nur noch Geschichte sind. Ob eine visionäre Idee Mitte der 90er Jahre im 21. Jahrhundert noch auf Mitstreiter stößt. Oder ob die Fachleute im Sozialdezernat Recht behalten, die von Anfang an skeptisch gegenüber dem Projekt waren und heute diagnostizieren, dass es nur noch Interesse an Konsum, aber nicht an Engagement gebe. Nach den Sommerferien ist eine letzte Kraftanstrengung unter Regie des Stadtjugendrings geplant. Und dabei geht es um mehr als nur eine Fortsetzung des "Z". Scheitert der Versuch, dann werden es Jugendliche auf absehbare Zeit schwer haben, Forderungen zu formulieren und umzusetzen wie ihre Vorgänger. Dann hilft unterm Siegesdenkmal nur noch beten.

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Autor: Uwe Mauch